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12 Jahre Gefängnis für Stäfner Drogenhändler

Reinhard Lutz, einst eine landesweit bekannte Milieugrösse, ist in grossem Stil rückfällig geworden.

Die Richter haben kein Gehör für die Geschichten, die ihnen der notorische Drogenhändler Reinhard Lutz erzählt hat. Der Stäfner ist am Kreisgericht Werdenberg-Sargans zum wiederholten Mal zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden, wie es auf Anfrage heisst. Ganze 12 Jahre sind es diesmal – gut die Hälfte davon gehört noch zu einer früheren Strafe, die dem 55-Jährigen einst auf Probe erlassen worden ist. Er muss zudem für eine Ersatzforderung von 300?000 Franken aufkommen, weshalb unter anderem sein Haus auf Mallorca verkauft wird. Und er muss die Gerichtskosten übernehmen, das sind weitere 45?000?Franken.

Lutz war in den Achtziger- und Neunzigerjahren quasi über Nacht plötzlich eine landesweit bekannte Milieufigur, weil in der TV-Sendung «Aktenzeichen: XY … ungelöst» nach ihm gefahndet worden war. Und weil er später dabei erwischt wurde, wie er ganze 100 Kilogramm Kokain in die Schweiz schmuggelte – einer der grössten Drogenfälle in der Geschichte des Landes. Danach aber wurde es ruhig um ihn, da er lange Jahre hinter Gitter verbrachte. Bis sich in jüngster Zeit die Hinweise verdichteten, dass er vom Stäfner Kehlhof aus erneut einen Drogenhandel aufgezogen hatte.

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