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120 Rechtsextreme feiern in städtischem Partylokal

Skinheads aus der ganzen Schweiz feierten am Wochenende eine Party – ausgerechnet in einem Lokal, das der Stadt Uster gehört. Eine Türe weiter warten 70 Asylbewerber auf ihre Ausschaffung.

Rund 120 Rechtsextreme aus allen Landesteilen der Schweiz trafen sich am Samstagabend im Schützenhaus Mühleholz in Uster. «Eine Dame mietete das Schützenhaus für eine Geburtstagsparty», bestätigte der Ustermer Sicherheitsvorstand Hans Streit einen Bericht des Landboten.

«Hätten wir vorher gewusst, wer die Mieter sind, hätten wir die Feier nicht toleriert», sagt Streit. Wer das Schützenhaus mieten will, der muss lediglich einen Vertrag unterschreiben und sagen, was für ein Anlass stattfinden soll. Ob diese Angaben den Tatsachen entsprechen, ist laut Streit im Vorfeld nicht überprüfbar: «Was wirklich passiert, sieht man erst beim Anlass selbst.»

Skinheads feierten neben Asylunterkunft

Pikant ist die Geschichte gleicht in doppelter Hinsicht: Nicht nur ist die Vermieterin des Schützenhauses ausgerechnet die Stadt Uster, in unmittelbarer Nähe zum Schützenhaus liegt auch eine Notunterkunft für abgewiesene Asylbewerber. Dort hielten sich zur Zeit der Party rund 70 Insassen auf, wie der Ustermer Sicherheitsvorstand Hans Streit auf Anfrage sagt.

Der Anlass sei «absolut ruhig verlaufen», sagt Streit, der die Skinhead-Party kurz nach Mitternacht selbst in Augenschein nahm. Ein Konzert habe keines stattgefunden. Zwischen Rechtsextremen und Asylbewerbern sei es zu keinen Kontakten gekommen, sagt Streit. Also liess die Polizei die Skinheads gewähren.

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