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150 Personen protestierten gegen Jugendgewalt in Dübendorf

Mütter von Opfern sprechen von schwerwiegenden Vorfällen. Die Stadt will nun mit den Eltern nach Lösungen suchen, versucht aber auch die Wogen zu glätten: In Dübendorf sei es nicht schlimmer als anderswo.

Rund 150 Personen versammelten sich am Dienstag Abend auf dem Stadthausplatz, um gegen die Jugendgewalt in Dübendorf zu demonstrieren. Das Publikum war bunt gemischt: Kulturschaffende, SVP-Politiker, Alte, Kinder, Jugendliche. Zur Kundgebung aufgerufen hatten drei Mütter. Zwei von ihnen haben Söhne, die selber Opfer von Gewalt geworden sind. Nadine Schori berichtete auf einem zum Podest umfunktionierten Pick-up über verschiedene Vorfälle und Gewalttaten, hinter denen vor allem eine Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund stehen soll. Sogar ein Lehrer sei tätlich angegriffen worden, erzählte sie dem Publikum, das die Ansprachen immer wieder mit Applaus quittierte. Und Rosetta D’Alessandro machte klar: «Wir sind nicht bereit, uns den öffentlichen Raum von einer Handvoll verirrter und verwirrter Jugendlicher streitig machen zu lassen», sagte sie und forderte sofortige Massnahmen.

Christa Riesen schliesslich erklärte, sie wolle nicht mitansehen, wie die Sicherheit in der Schweiz langsam abhanden komme. Man dürfe nicht tolerieren, dass Junge ihren Frust mit Gewalt auslebten. Täter müssten schneller und härter bestraft werden. Und wenn dies innerhalb des geltenden gesetzlichen Rahmens nicht möglich sei, dann müsse man sich überlegen, das Gesetz entsprechend anzupassen. Es dürfe nicht sein, dass Jugendliche unter dem Schutz eines kuscheligen Strafgesetzes Leute einschüchterten. Zuletzt forderte die zweifache Mutter eine Online-Plattform, auf der Delikte angstfrei gemeldet werden könnten, und die auch als Netzwerk für Betroffene, Behörden, Schule und andere Instanzen dienen würde.

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