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600 000 Franken wegen Fluglärm

Weil sein Haus wegen des Fluglärms weniger wert ist, kann ein Klotener mit einer hohen Entschädigung rechnen. Der Flughafen ist überrascht vom Entscheid.

Von Simon Eppenberger Kloten &endash Aus der Region um den Flughafen Zürich sind 20 000 Entschädigungsbegehren von Liegenschaftsbesitzern hängig. Sie verlangen von der Flughafen Zürich AG Geld, weil sie der Meinung sind, ihre Grundstücke hätten durch den Fluglärm an Wert verloren. In einem Fall hat die Eidgenössische Schätzungskommission nun dem Besitzer eines Mehrfamilienhauses eine Entschädigung von 600 000 bis 700 000 Franken in Aussicht gestellt, wie der «Landbote» gestern schrieb. Die Schätzungskommission befasst sich in diesen Tagen mit den 28 Entschädigungsforderungen aus Kloten und Bassersdorf. Anspruch auf das Geld habe der Besitzer, da das Achtparteienhaus in Kloten in nur 70 bis 80 Metern überflogen werde. Die Summe entspricht laut «Landboten» etwa 17 Prozent des Liegenschaftswertes. Der Betroffene hat vor Gericht geltend gemacht, seine Immobilie sei nur mit tiefem Zins zu vermieten, obwohl die Mietpreise im Kanton stetig steigen. Hausbau im Jahr 1994 Der Flughafen Zürich stellte sich zwar auf den Standpunkt, der Fluglärm sei 1994 grösser gewesen &endash damals wurde das Haus gebaut. Und der Bau sei zu einem Zeitpunkt erstellt worden, als abzusehen war, wie sich die Flugbranche entwickeln würde. Doch die Schätzungskommission geht den eigenen Berechnungen zufolge und angesichts des Marktumfeldes trotzdem von einer Wertminderung aus. Die Flughafen Zürich AG zeigte sich gemäss «Landboten» überrascht vom Urteil. Es könnte gravierende Folgen für das Unternehmen haben. Auch wenn nicht alle der 20 000 Entschädigungsbegehren die gleichen Chancen auf Erfolg haben, so rechnet die Firma mit Zahlungen von 740 Millionen Franken. Den konkreten Fall dürfte der Flughafen ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet

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