Affoltern: Verdächtiger bezog Sozialhilfe und fuhr Jaguar

Jeton G. wird als Schütze im Tötungsdelikt von Zürich-Affoltern verdächtigt. Jetzt werden Details aus seinem Leben bekannt: Sein Einkommen besserte er mit einer lukrativen und illegalen Tätigkeit auf.

Tatort: Auf der Wehntalerstrasse starb am 1. März ein 30-jähriger Kampfsportler mit montenegrinischer Staatsbürgerschaft.

Tatort: Auf der Wehntalerstrasse starb am 1. März ein 30-jähriger Kampfsportler mit montenegrinischer Staatsbürgerschaft. Bild: Keystone

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Ein Sozialhilfebezüger und Jaguarfahrer als mutmasslicher Täter: Der als Todesschütze von Zürich-Affoltern verdächtigte 31-jährige Jeton G. bezieht in seiner Wohngemeinde Regensdorf seit Jahren Sozialhilfe für sich und seine Familie. Das bestätigt der zuständige Gemeinderat Bruno Weder in der «NZZ am Sonntag».

Beruf: Kommerzieller Hanfbauer

Jeton G., den die Polizei am Samstag im Bezirk Dielsdorf verhaftete, verdiente Geld mit kommerziellem Hanfanbau und fuhr einen Jaguar. Von der Gemeinde erhielt er für sich, seine Frau und zwei Kinder bis zu 5000 Franken Sozialhilfe pro Monat gemäss «NZZ am Sonntag».

Sein Antrag auf eine IV-Rente war von der kantonalen Sozialversicherungsanstalt abgelehnt worden. Der ursprüngliche Kosovo-Albaner Jeton G. war 2003 in Zürich eingebürgert worden und zog 2009 nach Regensdorf. Der heute 31-Jährige ging nach Abbruch seiner Autospengler-Lehre nie einer geregelten Arbeit nach.

Mehrmals vorbestraft

Wegen diverser Delikte ist er fünffach vorbestraft. Festgenommen wurde der Familienvater jetzt, weil er verdächtigt wird, am 1. März in Zürich-Affoltern einen Rivalen aus der Kampfsport-Szene erschossen zu haben. Bereits früher war es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Kontrahenten gekommen. In Untersuchungshaft sitzt seit Donnerstag auch ein russischer Asylbewerber, der Jeton G. als Komplize bei der Tat gedient haben soll.

Erstellt: 08.03.2015, 08:14 Uhr

Sozialhilfebezüger, Hanfbauer und Jaguarfahrer: Jeton G. (31). (Bild: Kapo ZH)

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