Bundesrat Maurer ehrte die Landeshymne

Zum Jubiläum 50 Jahre Landeshymne ist in der reformierten Kirche von Bäretswil die «Messe mit dem Schweizerpsalm» aufgeführt worden.

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Von Roger Kündig

Bäretswil &endash Die Landeshymne hat ihre Anhänger. Das zeigte sich darin, dass die reformierte Kirche Bäretswil am Samstagabend sehr gut besetzt war. Grosse Freude war bereits beim Betreten der Kirche spürbar: Freudige Anspannung bei den Musikern und Genugtuung im Publikum über das 50-Jahr-Jubiläum der Landeshymne.

Die meisten der Akteure hatten in Bäretswil ein Heimspiel. Der Singkreis Bäretswil-Bauma etwa, der sich sehr gut auf die verschiedenen Arrangements rund um den «Schweizerpsalm» einstellte. Die Solistin und die Solisten ebenfalls, die aus Bäretswil und teilweise aus der näheren Umgebung stammen. Der Singkreis und die Musiker sorgten für einen musikalisch höchst genussvollen Abend. Ein Heimspiel hatte natürlich auch Bundesrat Ueli Maurer aus Wernetshausen, der eine Ansprache hielt. Sein Auftritt verlief so, wie es eben in der Schweiz normal und in anderen Ländern unmöglich ist. Der Verteidigungsminister betrat die Kirche ohne grosse Entourage. Er hörte sich das Konzert an, hielt seine Rede, plauderte nach dem Anlass volksnah mit alten Bekannten und verabschiedete sich wieder. Seine Rede widerspiegelte den Inhalt der Nationalhymne: Heimat, Gemeinsamkeit und Demut.

In seiner Ansprache über den «Schweizerpsalm» stand zu Beginn die Heimat im Zentrum. Der Bundesrat erinnerte an die politischen Unruhen während der Entstehungszeit des «Schweizerpsalms», etwa an den Ustertag und daran, dass das aufständische Bäretswil von der Zürcher Regierung damals militärisch besetzt worden war.

Ohne Berührungsängste

Doch Maurer pflegte in Bäretswil auch das Gemeinsame. Er mischte sich ohne Berührungsängste unters Volk, jeder konnte mit ihm reden. Gemeinsam mit dem Publikum feierte er das Jubiläum der Hymne. Und in seiner Rede appellierte Maurer an die Gemeinschaft und an gemeinsame Interessen.

Zum Abschluss der Feier wurden alle vier Strophen der Nationalhymne gesungen &endash gemeinsam natürlich. Traditionsgemäss erhoben sich alle. Es war für die Anwesenden ein bewegender Moment. Nur emotionslos Veranlagte oder Gegner des «Schweizerpsalms» als Nationalhymne spürten dabei wohl keine Feierlichkeit oder gar Ergriffenheit. Aber die waren an der Feier in Bäretswil nicht anwesend.

Erstellt: 15.11.2011, 06:36 Uhr

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