Die neuen Wildwarner bewähren sich

Im Unterland gibt es seit einem Jahr weniger Unfälle mit Wild. Grund dafür sind auch die neuen Warngeräte, sagen die Jäger.

Die Scheinwerfer lösen einen Ton aus, der das Wild von der Strasse fernhält.

Sabine Rock

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Wie viele Rehe, Füchse, Dachse und andere Wald- und Wiesenbewohner gerettet wurden, kann Urs Philipp von der kantonalen Jagdverwaltung nicht sagen. Er ist sich aber sicher, dass sich die neuen Warngeräte entlang den Strassen auszahlen. Seit einem Jahr sind sie im Einsatz und halten Tiere vom Verkehr fern. Rund 2000 Stück sind an den Strassenleitpfosten im Zürcher Unterland angebracht und lösen einen auch für Menschen hörbaren Pfeifton aus, sobald Scheinwerferlicht auf ihre Sensoren trifft. Die Technik funktioniert, sagt Urs Philipp. «Die Erfahrungen nach einem Jahr sind positiv.» Dies wisse er aus zahlreichen Rückmeldungen, die er aus den verschiedenen Jagdrevieren erhalten habe.

Konkrete Zahlen kann Urs Philipp gegen Ende Jahr vorlegen. Mitte November soll eine Projektstudie veröffentlicht werden. Ein aussagekräftiges Fazit könne aber erst nach mehr als drei Jahren gezogen werden. Ob mehr oder weniger Tiere auf den Strassen sterben würden, hänge von verschiedenen Faktoren ab: vom Verkehr, von Veränderungen in der Landschaft, von der Witterung und von den entlang den Strassen angebauten Kulturen. Ob neben einer Strasse eine offene Wiese liegt oder Mais angepflanzt wurde und die Tiere erst spät erkennbar sind, beeinflusst die Statistik ebenfalls.

Geräte entwendet oder zerstört

Grundsätzlich positiv, aber zurückhaltend äussern sich auch die Obmänner der Jagdreviere. Vom Eigental zwischen Oberembrach und Nürensdorf bis zum Revier Egg-Ost im Bachsertal befürworten die Jagdaufseher die Investition des Kantons und des Schweizerischen Versicherungsverbandes. Allerdings ist mit den Warngeräten auch ein Aufwand verbunden. Die Obmänner müssen die Sensoren alle zwei Monate reinigen – oder die 53 Franken teuren Geräte ersetzen.

Kantonsweit sind 6500 Stück auf rund 100 Strecken im Einsatz. Etwa deren 200, sagt Urs Philipp, sind mutwillig zerstört worden. 100 Warngeräte wurden entwendet. Weshalb, ist auch für den kantonalen Jagdverwalter nicht ersichtlich. «Sonst sind die Geräte nämlich völlig nutzlos.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.10.2008, 22:06 Uhr

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