Ehemalige Forsanose wird Wohnfabrik

Dort, wo in Volketswil einst das Frühstücksgetränk Forsanose produziert wurde, kann schon bald einmal gewohnt werden.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Volketswil - In den Fabrikgebäuden am Hang über dem alten Dorfkern Volketswils wurde bis 1972 ein Pulver produziert, das mit Milch angerührt wurde. Forsanose hiess es. Beworben wurde es 1935 mit dem Slogan «Forsanose macht vollschlank». 1972 kam das Aus, die Firma machte Konkurs, die Produktion des Kakao-Malz-Gemisches wurde eingestellt (siehe Kasten). Der Dornröschenschlaf der seit Jahren leer stehenden Fabrikgebäude ist nun zu Ende. 23 Eigentumswohnungen sollen im 1870 als Spinnereibetrieb eingerichteten und später durch weitere Bauten vergrösserten Fabrikareal entstehen.

Das Fabrikensemble besteht aus dem Spinnereigebäude, einem Kesselhaus, einer Fabrikantenvilla und einer drei-geschossigen Fabrikationshalle mit einer markanten Stahlbetonstruktur mit Flachdach. Die Gebäudehüllen sollen als Zeitzeugen der Industrialisierung durch den Umbau weitgehend unangetastet bleiben. Areal und Gebäude stehen unter Schutz, mitten durch das Areal führt auch der Weiherweg. Bergwärts betrachtet, liegen Fabrikationshalle und Kesselhaus mit dem markanten Kamin auf der rechten, östlichen Seite, die übrigen Gebäude auf der westlichen.

Die Bauausschreibung für die geplanten Umbauten liegt zurzeit im Bauamt Volketswil auf. Der Ausschreibung ist zu entnehmen, dass das gesamte Bauvorhaben auf knapp 13 Millionen Franken veranschlagt wird und insgesamt über 28 000 Kubikmeter Raum zur Verfügung stehen. Die kleinste Wohneinheit hat 31⁄2 Zimmer, die grösste 61⁄2 Zimmer. Die Wohnungen sind gross. Die kleinste hat eine Wohnfläche von 92 Quadratmetern, in der grössten, einer Attikawohnung, stehen 235 Quadratmeter zur Verfügung. Im ehemaligen Kesselhaus sind Büros untergebracht, der Kamin bleibt stehen. Isoliert werden die Gebäude von innen her. Geheizt wird mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe. Bohrungen für Erdsonden waren an diesem Ort wegen des Grundwassers nicht möglich.

Fünf aussergewöhnliche Türme

Entworfen wurde das Projekt vom Architekturbüro Burkhalter Sumi Architekten in Zürich. Wegen der geschützten Fassaden mussten sie einen Weg finden, um mehr Licht in die Wohnungen fliessen zu lassen. Gelöst haben sie das Problem elegant mit Lichthöfen. Aussergewöhnlich sind beim Projekt die fünf «Türme», die mit einigen Metern Abstand vor den Fassaden zu stehen kommen. Drei stehen vor der Ostfassade des Gebäudes Weiherweg 8, zwei beim Haus Weiherweg 19. Beim Weiherweg 19 dient einer der beiden Türme der Erschliessung der Wohnungen auf den drei Etagen. Das runde Treppenhaus wird ausserhalb des Gebäudes zu liegen kommen. Die übrigen vier Türme sind etwas kleiner, haben einen Durchmesser von 7 Metern und verfügen über drei Etagen. Sie werden über einen Steg von den Wohnungen her erschlossen. Die je 17 Quadratmeter grossen Plattformen dienen als Loggien. Gegen die Fassade hin werden sie mit einem Sichtschutz aus Holzlatten ausgerüstet.

Laut Andy Sutter, Marketingleiter der Odinga AG, steht noch nicht fest, wie viel die Wohnungen kosten werden. Die Preise würden zurzeit errechnet. Baubeginn soll im Herbst sein, bezugsbereit seien sie voraussichtlich im Frühling 2012. Der Verkauf startet in etwa vier Wochen. Das Areal liegt am Hang über dem alten Dorfkern von Volketswil. Foto: Christoph Kaminski

Erstellt: 10.05.2010, 02:01 Uhr

Paid Post

Genuss und Freude schenken

Schenken Sie Ihren Freunden Hochgenuss in Form eines FINE TO DINE Gutscheins für über 130 Schweizer Restaurants.

Blogs

Geldblog Eine Million Cash abheben? Geht nicht!

Mamablog Wutanfälle sind so ... gesund

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Hochwasseralarm: Touristen im Gänsemarsch auf einem Laufweg auf dem Markusplatz in Venedig. (13. November 2019)
(Bild: Stefano Mazzola/Getty Images) Mehr...