Ferien auf dem Frachtschiff

Die Fespo 2016 ist eröffnet. Dieses Mal wollen die Ferienprofis die Messebesucher aufs Wasser locken.

Wohin soll die Reise gehen? Vielleicht an die Ostsee? Der Stand von Mecklenburg-Vorpommern ist auch dieses Jahr wieder an der Fespo.

Wohin soll die Reise gehen? Vielleicht an die Ostsee? Der Stand von Mecklenburg-Vorpommern ist auch dieses Jahr wieder an der Fespo. Bild: Doris Fanconi

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Kurz vor der Eröffnung der Fespo am Donnerstagmorgen stehen die Besucher am Eingang in der Schlange. An den Ständen herrscht Hektik. Stewardessen einer Airline richten sich gegenseitig ihre Halstuchschlaufen, ein Schmuckverkäufer am Ägypten-Stand legt seine Ware aus, das Kroatien-Team packt Kataloge aus Kartons.

In den Oerliker Messehallen lässt sich in diesen Tagen träumen. Derzeit findet dort die grösste Schweizer Ferienmesse, die Fespo, statt. Auf 60'000 Besucher warten 650 Aussteller mit Reisevorschlägen: Wie wärs mit einer Woche Heliskiing in Kanada, einem Monat Ayurveda-Behandlung in Südindien oder einer 120-tägigen Weltumrundung mit dem Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth? Wer vor Ort bucht, profitiert vom Messerabatt. Wer weiterträumen will, nimmt einen Katalog nach Hause.

Mittendrin der Heliskiing-Stand von Walter Eggenschwiler von Waha Premium Travel. Der Berner ist die Ruhe selbst, er zeigt einen Katalog mit Pulverschneehängen in Alaska, Kanada, Island. Heliskiing hat einen teuren Ruf, mit welchen Ausgaben muss eine begeisterte Skifahrerin rechnen? «Da man nie sicher sein kann, ob das Wetter mitspielt, empfehle ich, mindestens eine Woche zu buchen», sagt Eggenschwiler, dann rückt er mit den Zahlen raus: 6500 bis 7500 Franken müsse man schon erwarten, Flugkosten nicht inklusive.

Konkurrenz durch Onlineangebote

Die Reisebranche hat in den letzten Jahren an der Konkurrenz durch Onlineangebote gelitten. Viele Menschen informieren sich an Ferienmessen wie der Fespo über Reiseziele, Hotels und Flüge und buchen dann zu Hause übers Internet. Das Schlimmste scheint nun aber vorbei zu sein. «In den vergangenen zwei, drei Jahren hat sich das konsolidiert», sagte Walter Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Reise-Verbands, kürzlich zu Radio SRF. Die Buchungen in Reisebüros seien zwar immer noch am Abnehmen, aber nicht mehr so drastisch.

Die persönliche Beratung lassen sich Kunden wieder etwas kosten. Manche kommen extra deswegen an die Fespo. Am Stand der Cunard-Line-Kreuzfahrtschiffe steht ein elegant gekleidetes Paar. «Wir möchten nach Australien per Schiff», erklärt die Frau. «Wir sind pensioniert und können uns nun solche Reisen leisten», ergänzt der Mann. Sie schwärmen von den exklusiven Schiffen der Cunard Line und erzählen, dass sie sich 1971 auf einem Schiff nach Australien kennen gelernt haben.

Ferien auf einem Autofrachtschiff

«Schiff ahoi!» ist das Sonderthema der diesjährigen Fespo, über 30 Aussteller zeigen die vielen Möglichkeiten von Ferien auf dem Wasser. Männer in Kapitänsuniform geben Auskunft, täglich finden Vorträge zum Thema statt, «Tipps für die erste Kreuzfahrt» zum Beispiel. «Schiffsreisen boomen», sagt Messeleiter Stephan Amstad. Das Angebot wachse stetig, die Schiffe würden immer weiterentwickelt. Sogar auf Frachtschiffen, die Autos oder Container über die Weltmeere transportieren, kann man mittlerweile Ferien machen, der darauf spezialisierte Anbieter Globoship ist an der Fespo ebenfalls präsent.

Fespo, 28. bis 31. Januar, 10 bis 18 Uhr, Hallen 1 bis 6, Messe Zürich, Zürich-Oerlikon. Eintritt 15 Franken. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.01.2016, 15:29 Uhr

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