GC-Curler formieren ein Team mit Olympia-Ambitionen

Marco Ramstein, Jan Hauser, Toni Müller: Da vereint sich hochrangige internationale Erfahrung mit ebensolchem Ziel – Edelmetall in Sotschi.

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Von Deborah Bucher

Es war als verspätete Ehrenrunde vorgesehen und wurde zum inspirierenden Neuanfang. Marco Ramstein ist im Vorwinter nach mehrjährigem Unterbruch auf höchster Ebene wieder in den Curlingsport eingestiegen. Mit St. Moritz und Skip Christof Schwaller holte der 32-Jährige aus Stallikon EM-Bronze und vertrat das Land als nationaler Meister bei der WM in Kanada. Nach dem Vorrunden-Out vor einem Monat und einer Bedenkzeit teilt Ramstein mit: «Die Leidenschaft und der Erfolgshunger sind neu geweckt. Ein Rücktritt kommt nicht mehr infrage, stattdessen will ich nochmals voll durchstarten.» Er hat bereits eine schrittweise Reduktion seines Pensums als Architekt in die Wege geleitet und ebenso ehrgeizige Mitstreiter um sich geschart. Der Weggang vom bisherigen Team erfolgte, «weil sich unsere Vorstellungen über die Zukunft nicht auf Anhieb deckten und zu viele Fragezeichen offenblieben». Als durchsickerte, dass Ramstein mit ungebrochenem Elan ein Olympiaprojekt vorantreiben will, häuften sich die Anfragen, und «schliesslich kam das Karussell in Schwung».

So spannt der Olympiadritte 2002 in Salt Lake City mit dem Glarner Jan Hauser zusammen. Der 26-Jährige mit Domizil in Zürich eroberte seinerseits bei den Winterspielen 2010 in Vancouver Bronze und hat zuletzt eine Saison ausgesetzt. Mit Toni Müller, auch er als 27-Jähriger schon hochdekoriert in der internationalen Szene, und Markus Eggler als namhaftem Coach tätigte das Duo weitere smarte Transfers. Müller soll in Hausers Equipe auf der vierten Position jeweils das letzte Steinepaar abgeben. Die Nummer 1 besetzt Jürg Bamert, der zuletzt für Glarus auf dem Rink stand und bei der Entscheidung um den SM-Titel St. Moritz (mit Ramstein) unterlag.

Rochade statt Ausbootung

«Bei der Auswahl der Spieler haben wir auf eine optimale Zusammensetzung geachtet. Es geht dabei nicht nur darum, uns für Olympia 2014 in Sotschi zu qualifizieren, sondern das Potenzial zum Medaillengewinn aufzubauen», unterstreicht Ramstein. Antreten wird die Mannschaft unter Zürcher Flagge, was besonders Ramstein als langjähriges Mitglied der Grasshoppers freut.

GC verdiente sich die Berechtigung in der NLA dank der Vertretung um Skip Jean-Nicolas Longchamp, die im März den Aufstieg feierte. «Uns liegt die mündliche Zusage vor, dass wir den Startplatz erben und ab Januar die Meisterschaft bestreiten dürfen», sagt Ramstein. Die Alternative wäre der Umweg mit Qualifikation via Regional- und Interregionalliga, die der neue Modus vorsieht. GC-Spieler Renato Hächler bestätigt diesen Abtausch. «Es ist alles harmonisch abgelaufen.» Nur er und Longchamp seien vom letztjährigen Team übrig geblieben. Die beiden wollen nun mit Manuel Ruch und Daniel Graf ein neues Gespann im CC Uitikon-Waldegg bilden.

Erstellt: 13.05.2011, 18:20 Uhr

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