Glasenberg ist Zweitreichster im Kanton

Alljährlich listet das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» die 300 Reichsten der Schweiz auf. Dazu gehört auch der in Rüschlikon lebende Ivan Glasenberg.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Von Gaby Schneider

Rüschlikon – Die 23. Ausgabe der «Gold-Bilanz» liegt seit heute an den Kiosken und macht augenscheinlich: Die Krise ist bei den 300 Reichsten der Schweiz noch nicht angekommen. Sie sind nochmals etwas reicher geworden und besitzen zusammen 481 Milliarden Franken. Nur 2007 besassen sie mit 529 Milliarden noch mehr.

Der Neu-Rüeschliker Ivan Glasenberg ist erst zum zweiten Mal im goldenen Hochglanzmagazin «Bilanz» vertreten und schaffte es mit seinen 7 Milliarden Franken Vermögen gleich auf Rang zwei der Allerreichsten im Kanton Zürich.

Flexible Villa

Einen Sprung nach vorn machte Glasenberg, CEO des Rohstoffkonzerns Glencore, weil gemäss «Bilanz» seine Beteiligung an Glencore zuerst auf 2 bis 3 Prozent geschätzt worden sei. Als der Emissionsprospekt aufgelegen habe, hätten sogar die Glencore-Beschäftigten gestaunt: Glasenberg hält eine Beteiligung von 15,8 Prozent. Dieses Aktienpaket repräsentiert ein Vermögen von fast 7 Milliarden Franken. Die grosszügige Villa der Glasenbergs wird in der aktuellen «Bilanz» von Köbi Gantenbein, Chefredaktor der Architekturzeitschrift «Hochparterre», ironisch beschrieben. Würden Glasenbergs Geschäfte schlechter gehen, könnte er die flexiblen Hauselemente vermieten. Gantenbein wirft auch ein architekturkritisches Auge auf die prunkvollen Wohnsitze von Magnat Wassili Anisimow in Küsnacht und Bankier Thomas Matter in Meilen.

Der in Südafrika geborene Glasenberg lebt seit 1994 in Rüschlikon. 2010 ist er hier eingebürgert worden. Die Gemeinde Rüschlikon profitierte und wird weiter vom Steuerzufluss des Milliardärs profitieren. Nicht zuletzt basiert die geplante Steuerfusssenkung von 79 auf 72 Prozent auf seinen «Erträgen».

Erstellt: 06.12.2011, 06:31 Uhr

Paid Post

Kaffee – von der Produktion bis zur Wiederverwertung

Der Kaffee von Nespresso mag zwar auf einer Plantage am anderen Ende der Welt wachsen, zuletzt landet er jedoch auf Schweizer Äckern als Dünger.

Blogs

History Reloaded Die Schweiz, ein Land der Streiks

Beruf + Berufung Die Angst des Rebellen

Die Welt in Bildern

Post für den Klimawandel: Auf dem Aletschgletscher haben Klimaschützer eine riesige Postkarte ausgerollt, die aus rund 125'000 einzelnen Postkarten besteht. Diese soll auf den Klimawechsel und die Bedrohung der Gletscher aufmerksam machen. (16. November 2018)
(Bild: Valentin Flauraud) Mehr...