Goldküsten-Mörder auf Teneriffa gefasst

Die spanische Polizei hat einen 73-jährigen Italiener verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert. Er wurde wegen Mordes und eines brutalen Überfalls gesucht.

Hier wird 73-jährige Italiener auf Teneriffa verhaftet. (Bild: Guarda Civil)

Hier wird 73-jährige Italiener auf Teneriffa verhaftet. (Bild: Guarda Civil)

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Der mutmassliche Täter, der im Juli 1997 in Küsnacht ZH eine 87-jährige Frau brutal getötet hat, ist wohl gefasst. Die Person wurde im Mai von Spanien an die Schweiz ausgeliefert.

Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass es sich bei der Person um den Täter des Tötungsdelikts von vor 20 Jahren handeln könnte. Es habe sich eine konkrete Tatverdachtslage betreffend dieses Tötungsdelikts ergeben. Mehr Informationen gibt es aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement EJPD bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der sda ebenfalls eine entsprechende Meldung des «Blick». Der Person wird Raub, Freiheitsberaubung und sexuelle Nötigung vorgeworfen.

Die Schweiz wird Spanien nun demnächst ein Nachtragsersuchen übermitteln. «Darin wird Spanien gebeten, die Auslieferung nachträglich für den Vorwurf des Mordes zu bewilligen», schreibt das EJPD. Genaue Angaben zur Person macht das EJPD jedoch nicht.

Das Tötungsdelikt passierte Anfang Juli 1997. Die 87-jährige Frau wurde in ihrem Haus im Vorraum zum Keller gefesselt und mit schwersten Misshandlungen tot aufgefunden.

Brutaler Überfall auf Juweliersfamilie

Verhaftet wurde der Mann in Arona im Süden der kanarischen Insel Teneriffa. Der 73-jährige Italiener lebte dort in einem Wohnmobil. In diesem fanden die Polizisten unter anderem eine Waffe sowie Schmuck, wie die Newsportale Euroweeklynews und Canarias7 berichten.

Der Verhaftete soll ausserdem in einem anderen Fall, ebenfalls in der Schweiz, den Leiter eines Juweliergeschäfts mit einer Waffe bedroht und in seine Gewalt gebracht haben. Danach habe er in dessen Wohnung die Tochter und die Ehefrau des Juweliers gefesselt und mit Drogen betäubt. Die Tochter soll er sexuell missbraucht haben.

Allen dreien zog er Rucksäcke an und gab an, diese enthielten etwas Explosives. Er werde alle töten, sollten sie seinen Anweisungen nicht folgen. Danach habe er den Juwelier aufgefordert, das Geschäft zu öffnen und ihm Schmuck auszuhändigen. Schliesslich habe er die Familie an einem Bahnhof ausgesetzt und die Rucksäcke entfernt.

Übernommen von 20 Minuten und bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. (SDA/ij)

Erstellt: 19.07.2017, 11:53 Uhr

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