Horst Petermann hat noch lange nicht genug

Eigentlich wollte sich der Spitzenkoch aus dem Berufsleben zurückziehen. Jetzt bleibt den Feinschmeckern seine Kochkunst erhalten.

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Das Loslassen scheint Horst Petermanns Sache nicht zu sein. Entgegen seiner im Frühling gemachten Äusserung, er wolle kürzertreten und den Betrieb seines Restaurants Kunststuben in Küsnacht seinem Chefkoch Rico Zandonella und Gattin Iris überlassen, will er weiterkochen. Sicher zur grossen Freude vieler seiner Fans. Mit 66 Jahren fühle er sich schlicht noch zu gut im Schuss, um von heute auf morgen aufzuhören, sagt der Sternekoch.

Trotzdem wird sich im Restaurant einiges ändern – die nächsten Jahre könne man als Übergangszeit betrachten, sagt Horst Petermann. Das Restaurant wird rundum erneuert und die Küche renoviert. Petermann will seinem Nachfolger Rico Zandonella in der Küche weiterhin zur Seite stehen. Zandonella, den Petermann als Ziehsohn bezeichnet, sei «ein fantastischer Koch». Deshalb sei es ihm ein wichtiges Anliegen, dass Zandonella in Zukunft etwas mehr in den Vordergrund rücke, betont Petermann. Wer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, aus Petermanns Kunststuben entstehe ein Bistro, sieht sich also getäuscht. Ricos Kunststuben – so heisst der Gourmettempel ab dem 1.?Oktober – soll ein Luxusrestaurant im oberen Preissegment bleiben. Man wolle zwar die Menükarte etwas verkleinern und statt eines 7-Gang-Menüs vielleicht nur noch einen Fünfgänger anbieten. Von Zurückbuchstabieren sei aber keine Rede. «Im Gegenteil, wir wollen einen Gang zulegen», sagt der Meister. Die Küche soll noch exklusiver werden – man wolle und könne sich noch steigern.

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Erstellt: 14.08.2010, 21:27 Uhr

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«Noch zu gut im Schuss, um von heute auf morgen aufzuhören»: Horst Petermann.

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