«Meine Zwillinge sind ein verbündetes Doppelpack»

Eltern von Zwillingen sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Isabelle Knecht aus Wetzikon präsidiert einen Verein, in dem sie sich austauschen können - den Verein Zwillings-Family.

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Wetzikon - Verschiedene Paar Schuhe und Stiefel liegen im Eingang, der bald dreijährige Sven kämpft mit dem Jackenärmel, während seine fünfeinhalbjährige Schwester Lara schon bereit steht fürs Spiel im Freien. Vorher berichtet sie aber noch der fremden Journalistin: «Wir haben im Fall noch eine Schwester, die heisst Livia, und sie ist der Zwilling von Sven.»

Ihre Mutter, Isabelle Knecht, präsidiert seit einem Jahr den Verein «Zwillings-Family» mit Sitz in Wetzikon. Zuvor war der Verein ein loser Klub von Zwillingseltern mit ähnlichen Interessen und trug den Namen «Zwillingsclub Zürich Land». «Wir haben aber bemerkt, dass sich viele nicht mit dem Namen identifizieren konnten. Da wir mit unserem Angebot eher Eltern und Familienanliegen ansprechen als erwachsene Zwillinge, haben wir uns für den neuen Namen entschieden.»

Ein Menschlein in jedem Arm

Isabelle Knecht weiss, wovon sie spricht, wenn es um Zwillinge und deren Familien geht. «Schon die Schwangerschaft ist etwas ganz Besonderes und erst recht, wenn nach der Geburt in jedem Arm so ein kleines Menschlein liegt.» Dass mit diesem doppelten Familienzuwachs auch andere Probleme und Bedürfnisse als bei Familien ohne Zwillinge entstehen, sei der eigentliche Grund für das Bestehen der «Zwillings-Family», sagt Knecht. «Meine Zwillinge zum Beispiel sind ein verbündetes Doppelpack», sagt die Wetzikerin lachend. «Sie haben einfach einen ganz besonderen Draht zueinander - in allem!» Und dann verrät sie: «Das ist am Esstisch genauso zu spüren wie dann, wenn sie zusammen etwas aushecken. Zu zweit sind sie halt auch erfinderisch . . .»

Dem Verein gehören 70 Mitglieder aus dem ganzen Kanton an. Rund ein Drittel stammt aus dem Zürcher Oberland. Sein Jahresprogramm ist vielfältig: ein Infoabend für werdende Zwillingseltern, ein Brunch- und ein Grillanlass zum ungezwungenen Austausch, Vorträge, der Samichlausbesuch und die beliebte Frühlings- und Herbstbörse. «Da bietet sich eine gute Gelegenheit für unsere Mitglieder, ihre gut erhaltenen Zwillingskleider weiterzugeben.» Dabei handle es sich nicht etwa um Kleidungsstücke im Doppelpack, sondern um solche, die halt nur wenig und nur von einem Kind getragen wurden. Die Idee einer eigenen Krabbelgruppe wurde wieder fallen gelassen. «Da viele Mitglieder nicht in Wetzikon ansässig sind, macht das wenig Sinn», sagt Knecht. Eine Krabbelgruppe werde eher am Wohnort besucht.

Tipps austauschen

Ist ein Verein für Zwillingsfamilien überhaupt nötig, fragt man sich, wo es doch vielerorts Elternvereine gibt. «Ja, aber ganz sicher», bekräftigt Knecht. «Wir können zwar nicht die Funktion von Ärzten, Hebammen oder Familienberaterinnen ersetzen. Aber wir vermitteln praktische Alltagstipps und Kontakte. Zwillingseltern haben oft nicht noch weitere Kinder und müssen sich zuerst auf dieses Duo einstellen. Ein Duo, das sich gleichzeitig entwickelt und andere Anforderungen an die Erziehung und Betreuung stellt als einzeln geborene Kinder.»

Frühlingsbörse für Zwillings-Familien am Samstag, 20. März, von 13.30 bis 15.30 Uhr in der Kirche Heilig Geist, Wetzikon

www.zwillings-family.ch

Nach der ersten Tochter Lara (nicht im Bild) kam noch das Duo Livia (l.) und Sven zur Familie Knecht hinzu. Foto René Kälin (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 17.03.2010, 02:01 Uhr

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