Opa als pädophil verunglimpft

Weil er im Scheidungskrieg seinem Schwiegervater sexuelle Übergriffe vorwarf, muss ein Mann bezahlen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Von Christian Dietz-Saluz

Meilen – Ein 39-jähriger Spanier muss wegen übler Nachrede rund 17 000 Franken zahlen. Das Bezirksgericht Meilen hat ihn verurteilt, weil er seinen Schwiegervater pädophiler Handlungen an seiner Tochter bezichtigte. Hintergrund war ein Scheidungsverfahren. Der Verurteilte hoffte, dank der Vorwürfe bessere Karten im Streit um das Sorgerecht seines Kindes zu bekommen. Diese «Taktik» war ein Eigentor, wie das schriftlich eröffnete Urteil des Gerichts zeigt.

Konkret beschuldigte der Spanier seinen 68-jährigen Schweizer Schwiegervater, die Enkelin müsse bei ihm im Bett schlafen. Auch habe er über 6000 Fotos des nackten Kindes beim Wickeln und Baden gemacht. Trotz mehrfacher Aussprachen und Schlichtungsversuchen machte der Mann gegenüber Dritten immer wieder dieselben Pädophilie-Vorwürfe. Schliesslich klagte ihn der Schwiegervater an. Das Gericht verurteilte den Mann wegen übler Nachrede zu 90 Tagessätzen zu 10 Franken, bedingt auf zwei Jahre Bewährung. Der Verleumdung dagegen sprach ihn das Gericht frei. Dafür muss der Mann die Gerichts- und Ermittlungskosten tragen, rund 8500 Franken. Ausserdem muss er seinem Schwiegervater eine Entschädigung von 8000 Franken zahlen.

Erstellt: 24.05.2011, 20:40 Uhr

Paid Post

Mit CallDoc clever und flexibel versichert

Lassen Sie sich rund um die Uhr medizinisch beraten – und sparen Sie dabei! Profitieren Sie vom Prämienrabatt der Grundversicherung. Jetzt Offerte anfordern.

Blogs

Mamablog Rassismus im Kindergarten

Sweet Home Designwohnung statt Hotel?

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Herbstlich gefärbte Weinberge: Winzer arbeiten in Weinstadt, im deutschen Baden-Württemberg. (17. Oktober 2019)
(Bild: Christoph Schmidt/DPA) Mehr...