Polizei gibt Entwarnung nach Bombendrohung

Wegen einer Bombendrohung ist das Einkaufszentrum Archhöfe in Winterthur evakuiert worden. Im Einsatz standen ein Roboter und drei Polizeihunde. Die Bombe war ein harmloses Paket mit Prospekten.

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Die Kunden des Einkaufzentrums Archhöfe in Winterthur mussten das Gebäude am Donnerstagvormittag urplötzlich verlassen. Grund dafür war eine Bombendrohung, die kurz nach 10 Uhr bei der Stadtpolizei Winterthur einging. «Wir haben die Umgebung in zwei Stufen abgesperrt», sagte Peter Gull, Kommunikationschef der Stadtpolizei Winterthur, gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Die Einsatzleitung hatte die Zürcher Kantonspolizei inne. Gemeinsam haben die Polizeikorps das Zentrum durchsucht und dabei einen verdächtigen Gegenstand geortet.


Quelle: Leservideo

Laut Werner Benz, Kommunikationschef der Kantonspolizei, hat ein Spezialroboter des wissenschaftlichen Forschungsdienstes den verdächtigen Gegenstand untersucht. «Der Roboter hat den verdächtigen Gegenstand aufgeschossen.» Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um ein Paket, das Prospekte enthielt. Später haben drei Sprengstoffsuchhunde und Polizisten das Gebäude durchsucht, sodass es gegen 14 Uhr wieder freigegeben werden konnte. Die Angestellten konnten wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Entschuldigung über Twitter

Die Polizei hatte das Gebiet für den Verkehr weiträumig gesperrt, die Busse wurden umgeleitet. Rund um den Bahnhofplatz und die Technikumstrasse komme es zu grösseren Einschränkungen im Busverkehr, warnten die städtischen Busbetriebe. Es kam zu Verspätungen und Kursausfällen. Über Twitter entschuldigt sich der Zürcher Verkehrsverbund deshalb: «Wir bedauern die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten.» Auch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften nutzte diese Plattform, um ihre Studenten über die Evakuation zu informieren.

Von der Evakuierung betroffen waren auch andere Gebäude. So konnte Antigona Kicaj, Geschäftsführerin einer privaten Spitex-Firma, wegen der Absperrung nicht in ihr Büro neben dem Einkaufszentrum zurück. «Die Räume sind offen, wir haben dort vertrauliche Unterlagen», klagte sie. Sie und ihre Mitarbeiter kämen nicht an die Medikamente, die sie den Kranken nach Hause bringen sollten. Auch die Arbeiter der Baustelle vor dem Zentrum hatten ihre Arbeit niederlegen müssen.

Erst im Juli eröffnet

Das Winterthurer Einkaufszentrum Archhöfe eröffnete im Juli dieses Jahres. In der Überbauung befinden sich mehrere Restaurants, rund 30 Geschäfte und 68 Wohnungen, Büros und ein Fitnesszentrum. Die Besitzerin des markanten Neubaus neben dem Winterthurer Bahnhof ist die Personalvorsorge des Kantons Zürich BVK.

Das Einkaufszentrum stand kürzlich in der Kritik der Veranstalter der Tanzdemonstration. Sie bezeichneten es in der Aufforderung zur Kundgebung als «Arschhöfe» und sehen es als Konsumtempel. Kurze Zeit nach der Demonstration, bei der Gummischrot und Wasserwerfer zum Einsatz kamen, beschädigten Unbekannte die Fensterfront der Mall mit Steinen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.10.2013, 11:54 Uhr

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