Radim Cepek ausgemustert

Der Tscheche rechnete fest mit einem Aufgebot für die Unihockey-WM in Helsinki. Zur grossen Überraschung findet diese aber ohne den GC-Stürmer statt.

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Von Jean-Pierre Costa

Sieben Unihockey-Weltmeisterschaften wurden seit 1996 bei den Männern organisiert – bei allen sieben Austragungen war Radim Cepek als Spieler dabei. Insgesamt waren es 38 WM-Spiele, was Rekord bedeutet. Doch dieser ist Anfang Dezember in Gefahr, denn der 35-Jährige wurde von Nationaltrainer Tomas Trnavsky zur allgemeinen Überraschung nicht ins tschechische WM-Kader berufen. Cepeks emotionale Art passe nicht zum Team, liess Trnavsky, gleichzeitig Headcoach von SML-Klub Grünenmatt, verlauten. Es sei keine einfache Entscheidung gewesen; die Nationalspieler selber hätten diesen Schritt aber begrüsst.

Für Cepek brach damit eine Welt zusammen. «Damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin am Boden zerstört und fühle mich elend», sagt der Stürmer der Grasshoppers. Vor allem die Begründung, die eigenen Teamkollegen hätten sich gegen ihn ausgesprochen, kann er nicht nachvollziehen. «Zumindest jene Nationalspieler, die ich am Wochenende kontaktiert habe, widersprachen dieser Version mit Vehemenz», sagt Cepek. Er vermutet daher, dass persönliche Motive den einschneidenden Entscheid beeinflussten. Wie es mit ihm weitergeht, weiss er noch nicht. «Unihockey war mein Leben», unterstreicht der letztjährige Spieler-Trainer von Rychenberg Winterthur. Seit Freitag habe er daher kaum geschlafen. Bei GC laufe es wunderbar, aber: «Im Moment habe ich mit Motivationsproblemen zu kämpfen.»

Damit ist an der WM in Finnland kein Spieler eines Zürcher Klubs dabei. GC-Stürmer Nico Scalvinoni schaffte den letzten Cut in der Schweizer Auswahl auch nicht. Er nimmts gelassen: «Ich versuche es nun nächstes Mal.»(jpc)

Erstellt: 15.11.2010, 19:10 Uhr

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