Tagesschulen in allen Quartieren

Die Freisinnigen fordern Tagesschulen in allen Teilen der Städte Winterthur und Zürich. Damit sollen Frauen nicht zwischen Kindern und Arbeit wählen müssen.

Betreut: Geht es nach Carmen Walker Späh und Leila Feit essen Kinder künftig über Mittag in der Schule.

Betreut: Geht es nach Carmen Walker Späh und Leila Feit essen Kinder künftig über Mittag in der Schule. Bild: Keystone

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Die beiden FDP-Kantonsrätinnen Carmen Walker Späh und Leila Feit wollen Frauen ermöglichen, sich nicht zwischen Kindern und Arbeit entscheiden zu müssen. Sie fordern deshalb in einer Interpellation Tagesschulen in sämtlichen Quartieren von Winterthur und Zürich – versuchsweise.

Gegenüber der Pendlerzeitung «20 Minuten» sagt Walker Späh, dass es gerade in den Städten viele Kinder gebe, die die Mittagszeit allein mit einem Sandwich vor dem TV verbringen würden. Sie schlägt darum vor, die Mittagspause zu verkürzen und Eltern künftig die Wahl zu lassen, ob ihre Kinder in der Schule betreut werden oder zu Hause essen.

Widerstand von bürgerlicher Seite

Die Parlamentarierinnen erhalten Schützenhilfe von Lucrezia Meier-Schatz, Geschäftsführerin von Pro Familia Schweiz. Sie befürwortet, dass Eltern die Wahl haben sollen. Im Vordergrund stehe aber, dass Kinder über Mittag betreut würden – das sei nötig und längst nicht überall der Fall.

Auf Widerstand stossen die beiden Freisinnigen bei ihrem Kantonsratkollegen Matthias Hauser von der SVP. Er spricht sich gegen eine verkürzte Mittagspause aus und weist auf das bereits bestehende Angebot von Mittagstischen hin. (pia)

Erstellt: 29.12.2011, 07:45 Uhr

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