Vermisste Chinesin gibt Rätsel aufVermisste Chinesin gibt der Polizei Rätsel auf

Vor fünf Monaten ist in Hochfelden eine Chinesin verschwunden. Die Frau hatte mit ihrem Ehemann öfters lauten und heftigen Streit.

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Von Stefan Hohler

Hochfelden – Am 6. September 2011 verliess die 43-jährige Chinesin Mei Han Forster ihre Wohnung in der Zürcher Unterländer Gemeinde Hochfelden. Da die Frau schon in der Vergangenheit für ein paar Tage verschwunden war, gab ihr Mann die Vermisstenanzeige bei der Polizei erst am 12. September auf. Am 4. November veröffentlichte die Kantonspolizei Zürich eine entsprechende Meldung mit dem Bild der Frau. Die Öffentlichkeitsfahndung ergab aber keine Hinweise, sodass die Kapo am Dienstag nachdoppelte: Sie setzte eine Belohnung von 10 000 Franken aus, die Hälfte davon kommt aus dem privaten Umfeld der Vermissten.

War es ein Gewaltverbrechen?

Die Polizei habe vereinzelte Hinweise erhalten, sagt Kapo-Sprecher Marc Besson, eine heisse Spur habe man aber nicht. Die Frau hatte keine Ausweispapiere mitgenommen, sagt Besson weiter. In der Wohnung fehle nichts. Laut «Blick» soll die Chinesin auf keiner Passagierliste der Fluggesellschaften aufgetaucht sein. Die Ermittlungen der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft wurden in der Schweiz und in China getätigt. Aufgrund der bisherigen Abklärungen kann ein Gewaltverbrechen an Mei Han Forster nicht ausgeschlossen werden.

Besson wollte sich zur Frage, ob der Ehemann mit dem Verschwinden der 43-Jährigen zu tun haben könnte, nicht äussern. Dies wurde in der Nachbarschaft immer wieder angedeutet. Die Vermisste wohnt am Dorfrand mit ihrem Ehemann in einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Das Paar hat vor sieben oder acht Jahren geheiratet. Laut Nachbarn ist Mei Han Forster Hausfrau. Ihr 50-jähriger Ehemann ist Ökonom und arbeitete früher für eine Versicherung; jetzt arbeite er angeblich nur noch zu Hause. Das Paar hat keine Kinder. In der Ehe hat es häufig sehr heftigen und lauten Streit gegeben – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Viele der angefragten Nachbarn berichten, die Frau hätte den Mann jeweils auf Englisch laut angeschrien, auch in der Öffentlichkeit. Sie spricht anscheinend nicht oder kaum Deutsch. Das ständige Geschrei der Frau war der Grund, dass die Polizei x-mal wegen Lärmbelästigungen an den Wohnort ausrücken musste. Mei Han Forster habe sich gegen ihren Mann, aber auch gegen Anwohner sehr aggressiv verhalten. Einige vermuten, dass sie psychisch krank sei. Andere sagen, dass sie nach einem Autounfall, bei dem sie ein Schleudertrauma erlitten haben soll, so aggressiv wurde.

Im Wohnhaus isoliert

Das Paar hatte kaum Kontakt zu den Nachbarn. Im Mehrfamilienhaus, wo die beiden leben, spricht man seit Jahren nicht mehr mit ihnen. Bevor der Mann die Frau geheiratet habe, sei er ganz anders gewesen und habe mit den Mitbewohnern Kontakt gehabt: «Mit der Heirat änderte sich die Situation schlagartig.» Warum das Paar trotzdem zusammenblieb, kann niemand verstehen. In der Stockwerkeigentümerversammlung waren die Streitereien und die Lärmklagen ein ständiges Traktandum. Es wurde auch schon diskutiert, wie man das Ehepaar ausschliessen könne, was juristisch aber kaum möglich sei. Eine Nachbarin, die ihre Wohnung direkt neben dem Ehepaar vermietet, sagt, dass wegen des Lärms schon eine ihrer Mieterinnen ausgezogen sei. Der Ehemann der Vermissten wollte sich gegenüber dem TA nicht äussern.

Die Vermisste Mei Han Forster ist 171 Zentimeter gross, schlank, hat schwarze lange Haare und braune Augen. Manchmal trägt die Vermisste eine Brille. Hinweise sind der Kantonspolizei Zürich zu melden (044 247 22 11).

Die seit September verschwundene Mei Han Forster. Foto: PD

Erstellt: 07.02.2012, 06:28 Uhr

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