Volketswiler SVP wirft Schulpfleger aus der Partei

Weil er im Internet freizügige Bilder und Stammtischwitze veröffentlichte, wurde ein SVP-Schulpfleger aus der Partei ausgeschlossen. In der Behörde darf er bleiben.

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Volketswil - Schulpfleger Werner Klee ist ein reger Nutzer der Internet-Plattform Facebook. Doch die Art und Weise, wie er das tut, ist ihm jetzt zum Verhängnis geworden. Die Behörde will ihn wegen seiner Onlineaktivitäten ausschliessen. Seine Partei, die SVP, hat das bereits getan. Grund sind die Bilder und Sprüche, die er im Internet veröffentlichte: halbnackte Frauen in erotischen Posen und Stammtischwitze rund um Frauen und Ausländer.

«Alles harmlose Sachen, nichts Ungesetzliches», hält der Kindhauser fest. So habe er etwa Applikationen mit freizügigem Inhalt an Facebook-Freunde verschickt. Oder das Bild eines Apfels, der «aufgrund einer Laune der Natur an die menschliche Anatomie erinnert», wie er sich in einem Leserbrief im «Volketswiler» ausdrückt. Effektiv handelt es sichdabei um einen Apfel, der aussieht wie eine weibliche Scham. Die meisten dieser Inhalte sind für alle User frei einsehbar. So stiess eines Tages auch eine Lehrerin auf Klees Account, informierte die Schulleitung, die dann an die Schulpflege gelangte.

Bezirksrat gegen Suspension

«Diese Inhalte gehen mir persönlich zu weit», sagt Schulpflegepräsidentin Rosmarie Quadranti (BDP). Aus diesem Grund sei sie zum Handeln gezwungen gewesen - «zum Schutz der Schule, der Lehrerschaft und auch der Schülerinnen und Schüler», wie sie sagt. Quadranti rief die Schulpflege zu einer Sitzung zusammen, an der Klee Stellung beziehen konnte. Am Ende entschied die Behörde, dem Bezirksrat zu beantragen, den 62-Jährigen aus der Behörde auszuschliessen - und ihn bis zum Entscheid zu suspendieren. Was er auf Facebook verbreite, sei nicht mit der Arbeit für die Schule zu vereinbaren. Auch seien zum Beispiel Schulbesuche - gerade bei Lehrerinnen - nicht länger zumutbar, sagt Quadranti. Der Bezirksrat nahm den Antrag auf Amtsenthebung entgegen, verweigerte aber eine Suspension. «Der Entscheid ist sehr enttäuschend», sagt Quadranti. «Wir fühlen uns im Stich gelassen.»

Auch bei der SVP war man nicht begeistert von den Facebook-Aktivitäten des Schulpflegers. Erst versagte ihm die Partei die Unterstützung für die Wahl in die Schulbehörde am 25. April. Doch Klee hielt an einer Kandidatur fest, weshalb ihn die Mitgliederversammlung aus der Partei ausschloss - «einstimmig mit nur einer Enthaltung», wie Parteipräsident Stefan Mühlemann sagt. Der Entscheid kommt die SVP teuer zu stehen, denn Plakate und Wahlzeitungen waren schon gedruckt und werden nun ersetzt. «Als Behördenmitglied hat man eine Vorbildfunktion und muss gewisse Regeln einhalten, erst recht im Umfeld der Schule», sagt der SVP-Präsident.

Klee selbst findet, man habe in seinem Privatleben herumgeschnüffelt. Was er auf Facebook mache, sei seine Privatsache und habe keinerlei negativen Einfluss auf die Schule. Dass ihn der Bezirksrat nicht suspendiert habe, wertet dann auch er als Beweis, dass es sich um Lappalien handle. Selbst wenn die weitere Zusammenarbeit in der Behörde seiner Einschätzung nach «sicher nicht einfach» sein würde, kandidiert Klee für eine zweite Amtszeit - ohne Partei im Rücken. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.03.2010, 02:02 Uhr

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