Walliseller Strom wird teurer

Die Strompreise in Wallisellen werden 2010 um 4,7 Prozent steigen. Dank mehrerer Ökostrom-Projekte wird die Energie aber auch umweltfreundlicher.

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Wallisellen. - Jedes Jahr lädt das lokale Energieversorgungsunternehmen, die Werke Versorgung Wallisellen AG, seine Grosskunden zu einem Treffen ein, an dem sie über die Preisentwicklung informiert. Markus Attiger, Geschäftsführer der Werke, überbrachte diesen Mittwoch persönlich die Botschaft, dass die Strompreise 2010 um 4,7 Prozent steigen.

Wer über 100 000 Kilowattstunden (kWh) Strom bezieht, dem steht es wegen der Strommarktliberalisierung seit dem 1. Januar 2009 frei, seinen Stromlieferanten zu wechseln. Das aber lohnt sich gemäss Attiger trotz der anstehenden Preiserhöhung nicht. «Die unbequeme Wahrheit lautet: Insgesamt müssen Sie nächstes Jahr generell in der Schweiz mit steigenden Stromkosten rechnen.» Im Fall von Wallisellen verursachen steigende Beschaffungskosten je nach Kundensegment Preisaufschläge von 3,9 bis 5 Prozent. Das heisst, die Vorlieferanten, also die grossen Stromunternehmen Axpo und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) berechnen 2010 mehr für den Bezug.

Naturstrom-Projekte in Vorbereitung

Es gibt in Wallisellen aber auch gute Nachrichten fürs kommende Jahr: Die 2009 erst eingeführten Bundesabgaben sollen trotz Erhöhungsabsicht der zuständigen Instanzen gleich bleiben. Das betrifft die kostendeckende Einspeisevergütung (0,45 Rappen pro Kilowattstunde) und die Systemdienstleistungen (0,4 Rappen/kWh).

«Generell können Sie damit rechnen, dass sich der ökologische Wert der Energie erhöhen wird», sagte Attiger. Die Stromerzeugung werde umweltverträglicher gestaltet, dies helfe, Schadstoffe zu reduzieren und die natürlichen Ressourcen zu schonen. Dazu sind beim Walliseller Energieversorger mehrere Projekte in Ausarbeitung. Beispielsweise der Strom aus dem Kleinwasserkraftwerk Herzogenmühle, das im Mai ans Netz genommen wurde und das den Energieverbrauch von 30 Einfamilienhäusern deckt. Eine weitere Quelle erneuerbarer Energie wird mit dem Bau des neuen Werk- und Feuerwehrgebäudes erschlossen: Auf dem Dach ist eine Fotovoltaikanlage geplant, die gut 100 000 kWh Strom erzeugt. Ende April 2010 soll das Gebäude fertig sein.

Die Werke Wallisellen haben ihren Strommix bereits in diesem Jahr massiv verbessert, indem der ausländische Strom aus Atomkraftwerken durch inländischen Wasserstrom ersetzt wurde. Profitieren wird Wallisellen zukünftig auch vom Holzheizkraftwerk Aubrugg. Der Standortgemeinde sind vertraglich 4 Gigawattstunden Naturstrom zugesichert. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.08.2009, 01:01 Uhr

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