Winterthurer Lehrer erhalten Kurse zu radikalisierten Teenagern

Um die Anzeichen einer Radikalisierung frühzeitig zu erkennen, werden ab September alle Winterthurer Lehrer von Fachleuten geschult.

Terrormiliz-Anhänger: Ein junger Jihadist fotografiert seine Mitkämpfer in der Provinz Raqqa im Norden Syriens.

Terrormiliz-Anhänger: Ein junger Jihadist fotografiert seine Mitkämpfer in der Provinz Raqqa im Norden Syriens. Bild: Reuters

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Die Stadt Winterthur reagiert auf das Verschwinden von fünf Teenagern, die angeblich für den Islamischen Staat (IS) in den Krieg gezogen sein sollen. Das Schuldepartement zieht künftig externe Fachleute bei, die eine Radikalisierung erkennen sollen.

Mit Hilfe der Fachleute wolle man diesem neuen gesellschaftlichen Phänomen begegnen, sagte Schulvorsteher Stefan Fritschi (FDP) am Montag gegenüber TeleZüri. Aufgabe der Experten ist es auch, die Lehrerinnen und Lehrer aller Stufen zu schulen.

In den Schulungen lernen die Lehrkräfte, die Anzeichen einer Radikalisierung frühzeitig zu erkennen. Zeichen dafür sind beispielsweise, wenn ein Mädchen plötzlich verschleiert zur Schule kommt oder sich ein Jugendlicher weigert, der Lehrerin die Hand zu geben. Die erste Lehrer-Schulung findet im September statt. (kko/sda)

Erstellt: 10.08.2015, 20:08 Uhr

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