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Abwart beklaute seine Mieter

Ein Abwart aus Glattbrugg hat die Kellerabteile der Hausbewohner geplündert. Nun muss er sechs Monate ins Gefängnis.

Von Attila Szenogrady Opfikon – Die Polizei hatte den heute 37-jährigen Angeklagten Ende Januar auf Diebestour erwischt. An einem Nachmittag war er in fünf Kellerabteile der ihm anvertrauten Liegenschaft eingedrungen und hatte Weinflaschen, Werkzeuge und ein elektronisches Gerät entwendet. Der Täter hatte dabei leichtes Spiel, da er als Hauswart mit einem Universalschlüssel alle Türen öffnen konnte. Der Dieb war betrunken und legte ein Geständnis ab. So gab er zu, schon früher mehrere Kellerabteile geplündert zu haben. Zudem hatte er in Zürich eine Überwachungskamera vor einer WC-Anlage mit einem Fusstritt mutwillig beschädigt. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der aus Tunesien stammende Hauswart kein unbeschriebenes Blatt war. So hatte er bereits wegen Körperverletzung, Drohung und Drogendelikten wiederholt Strafen kassiert. Auch als Blaufahrer unterwegs Die Staatsanwaltschaft erhob im letzten Mai Anklage gegen den inzwischen entlassenen, arbeitslosen Hauswart. Er hatte nicht nur gestohlen. In der Nacht auf den 15. April war er mit einem Personenwagen von Oerlikon nach Glattbrugg gefahren – mit 1,34 Promillen Alkohol. Zudem hatte er Marihuana und Kokain konsumiert.Dem Prozess blieb der Angeklagte unentschuldigt fern. Nicht zu seinem Vorteil. So hatte der Staatsanwalt 600 Stunden gemeinnützige Arbeit als Strafe verlangt. Zu wenig für das Bezirksgericht Zürich, das nun eine unbedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten und eine Busse von 300 Franken festlegt hat. Im nun eröffneten Urteil lastete der Einzelrichter dem Dieb an, dass er uneinsichtig und unbelehrbar sei. Für Fronarbeit fehlten ihm Motivation und Ausdauer. Die Verfahrenskosten von über 3000 Franken muss der Angeklagte tragen.

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