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«Abweichler» hüben wie drüben

In kaum einer Frage sind so viele Politiker nicht einer Meinung mit ihrer Partei.

Die Meinungen der Parteien Zürich &endash Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) hat es getan, ebenso die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) und die Kantonsrätin Ursula Moor (SVP): Sie haben vor der anstehenden Flughafen-Abstimmung öffentlich gegen ihre eigene Partei Stellung bezogen. Auffallend ist, dass vor allem in den Reihen von SVP, FDP und SP die Liste jener lang ist, die nicht auf Parteilinie sind. Denn bei kaum einem anderen Thema spielen Wohnort und politisches Amt eine so grosse Rolle bei der Meinungsbildung. So stehen in FDP und SVP vor allem Lokalpolitiker aus dem Zürcher Unterland für ein Ja ein. Umgekehrt ist auch bei Corine Mauch das Nein regional bedingt. Was sagen die Parteien dazu? «Die Freude hält sich in Grenzen», sagt SP-Präsident Stefan Feldmann. Abweichende Meinungen seien in demokratischen Parteien zwar immer möglich. Dennoch übt er leise Kritik: «Wir appellieren in solchen Fällen an die Zurückhaltung.» Die SVP habe mit Ursula Moor kein Problem &endash auch, weil Moor ihrer Haltung seit Jahren treu sei und diese immer offensiv vertreten habe. Auch die FDP sehe in den anderen Meinungen kein Problem, wie Präsident Beat Walti sagt: «Das ist beim Flughafen normal.» Auch der Gewerbeverband ist sich nicht einig: Die Bezirksverbände Bülach und Dielsdorf sagen Ja zum Ausbaustopp. Geschäftsführer Martin Arnold (SVP) nimmt das «gelassen». Er habe Verständnis für die Unterländer: Wer schon früh eine Position eingenommen habe, könne halt nicht mehr zurück. (leu)

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