Zum Hauptinhalt springen

Ackerland statt Golfrasen

Der Bauernverband wehrt sich gegen die Erweiterung der Augwiler Golfanlage.

Von Lorenzo Petrò Lufingen – Drei Einwände sind eingegangen gegen den Gestaltungsplan zum Ausbau der Golfanlage Augwil auf einen 9-Loch-Platz. Dies sagte Peter Wick, Mitglied des Verwaltungsrats und TeleZüri-Wettermoderator, dem «Landboten». Sorgen macht ihm der Einwand des Zürcher Bauernverbandes. Dieser spricht sich grundsätzlich gegen die Umnutzung von ackerfähigem Kulturland aus. «Wir wollen, dass Fruchtfolgeflächen weiterhin der produzierenden Landwirtschaft zur Verfügung stehen», sagt Ferdi Hodel, Geschäftsführer des Verbands. Auch im neuen kantonalen Richtplan ist der Erhalt der Flächen in ihrem Umfang fest verankert. Verlust von Ackerland muss gemäss René Loner von der kantonalen Baudirektion neuerdings kompensiert werden. Da nützt es wenig, dass die Golfplatz-Initianten Geld auf ein gesperrtes Konto eingezahlt haben, damit das Land bei Bedarf wieder in den Ursprungszustand versetzt werden könnte. Hodel glaubt nicht, dass es möglich ist so den Golfplatz innert nützlicher Frist in Landwirtschaftsland umzuwandeln. Bei den Terrainveränderungen werde die empfindliche fruchtbare oberste Erdschicht entfernt. Wick macht geltend, dass nur gerade zehn Prozent des Geländes derart verändert würden. Darum glaubt er, dass man es problemlos in den Ursprungszustand umwandeln könne. Auch wolle man hohe naturschützerische Auflagen erfüllen: «Das Golfplatzgelände würde zu einem Paradies für Flora und Fauna.» In der Gegend selten gewordene Pflanzen und Tiere würden neuen Lebensraum erhalten. Es würden Magerwiesen entstehen und gegenüber der Landwirtschaft nur ein Zehntel an Düngemitteln verbraucht. Auch Pro Natura hat gegen die Golfplatzerweiterung wenig einzuwenden. «Die geplanten ökologischen Ausgleichsmassnahmen sind von der Fläche und von der Qualität her überdurchschnittlich», sagt Andreas Hasler, Geschäftsführer Pro Natura Zürich. Abstimmung noch im Frühling Pro Natura und Bird Life Schweiz haben allerdings auch eine Einwendung gemacht. Damit wollen sie dafür sorgen, dass alle ökologischen Vorschriften eingehalten werden. Gibt der Kanton sein Einverständnis, wird die Einsprache gegenstandslos. Wenig Sorgen macht Wick der dritte Einwand. «Mit den Jägern haben wir uns bereits geeinigt.» Diese hatten von Anfang an mehr Abstand vom Golfplatz zum Wald gefordert. René Loner von der Baudirektion schätzt, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Vorprüfung des Gestaltungsplans in den nächsten Wochen beendet werden. Wick ist deshalb zuversichtlich, dass die Lufinger Gemeindeversammlung und das Klotener Parlament noch diesen Frühling über den Gestaltungsplan abstimmen können.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch