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Ackermann wird nicht Deutsche-Bank-AufsichtsratSarasin-Mitarbeiter stellen ForderungenDrei neue Verwaltungsräte für die Finma

Nachrichten Banken I Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gibt überraschend seine umstrittenen Pläne für einen Wechsel in den Aufsichtsrat der grössten deutschen Bank auf. Der Schweizer verzichtet nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand im kommenden Jahr auf ein Aufrücken in den Aufsichtsrat. Die «extrem herausfordernden Verhältnisse auf den internationalen Finanzmärkten und im politisch-regulatorischen Umfeld» erforderten den vollen Einsatz Ackermanns als Bankchef, teilte die Bank gestern Abend mit. Die Meldung kam nur wenige Stunden nachdem bekannt geworden war, dass Ackermann und drei weitere amtierende und ehemalige Spitzenbanker ins Visier der Staatsanwaltschaft München geraten sind. Ihnen wird versuchter Prozessbetrug in Zusammenhang mit dem Rechtsstreit um die Pleite des deutschen Kirch-Konzerns vor dem Münchner Oberlandesgericht vorgeworfen. Vergangene Woche wurden Vorstandsbüros sowie die Rechtsabteilung in der Frankfurter Konzernzentrale durchsucht, Unterlagen beschlagnahmt und Gespräche mit zahlreichen Bankvertretern geführt. (Reuters)Banken II Seit Wochen kursieren Gerüchte um eine Übernahme der Basler Privatbank Sarasin durch die Bank Julius Bär oder die Raiffeisen-Gruppe. Gestern meldeten sich die Angestellten der Bank Sarasin mit Forderungen an die niederländische Mehrheitsaktionärin Rabobank zu Wort. Gemäss einer Mitteilung des Schweizerischen Bankpersonalverbands (SBPV) waren mehrere Hundert Sarasin-Angestellte zu einer Videokonferenz zusammengekommen, um den drohenden Stellenabbau zu diskutieren. Sie fordern die Rabobank dazu auf, den langfristigen Interessen der Bankkunden sowie der Loyalität der Mitarbeitenden Rechnung zu tragen. Medienberichten zufolge soll eine Übernahme der Sarasin-Aktienmehrheit durch die Bank Julius Bär kurz bevorstehen. Laut Gerüchten könnten bei einer Übernahme 600 der rund 1700 Arbeitsplätze bei der Bank Sarasin verloren gehen. (rf) Finanzmarktaufsicht Nach den Rücktritten von Daniel Zuberbühler und Sabine Kilgus hat der Bundesrat drei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat der Finanzmarktaufsicht gewählt, der ab Januar 2012 neun Personen umfasst. Die drei neu Gewählten sind Yvan Lengwiler, Joseph Rickenbacher und Eddy Wymeersch. Lengwiler (47), Professor für Nationalökonomie an der Universität Basel, war bis 2011 auch wissenschaftlicher Berater der Schweizerischen Nationalbank. Der 63-jährige Joseph Rickenbacher war bei der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft in verschiedenen Positionen tätig. Nach der Fusion zur UBS war er bis zu seinem Ausscheiden Risikoverantwortlicher bei der UBS. Der 68-jährige Belgier Eddy Wymeersch ist emeritierter Professor für Wirtschaftsrecht an der Universität Gent und ehemaliger Vorsitzender der belgischen Finanzmarktaufsicht. Bis 1998 sass er im Verwaltungsrat der belgischen Airline Sabena. Diese geriet in den Strudel der Swissair-Pleite und musste 2001 bankrott erklären. (rf)

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