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Adliswil ringt um Mitsprache

Der Kanton plant, die Signalisation an der Zürichstrasse in Adliswil zu ändern. Das wird Adliswil 2,6 Millionen kosten. Die Gemeinde will mitsprechen.

Von Philipp Kleiser Adliswil – Noch blinken die neuen Lichtsignalanlagen beim Autobahnanschluss Wollishofen an der Grenze zu Adliswil. Am Dienstag werden sie in Betrieb genommen. Sie sind Teil der flankierenden Massnahmen zur Westumfahrung und dem Uetlibergtunnel. Die Stadt Zürich ist damit dem Kanton einen Schritt voraus. Dieser plant drei Lichtsignalanlagen zwischen Autobahnanschluss Wollishofen und dem Adliswiler Stadtkern, und zwar an der Zürichstrasse bei der Einmündung Moosstrasse, beim Knoten Grüt-Park und beim Knoten Tüfi. Die Pläne stehen in Zusammenhang mit der regen Bautätigkeit in den Entwicklungsgebieten Moos, Dietlimoos und Grüt. Sie sollen den Verkehr dosieren, den Durchgangsverkehr auf die Sihltalstrasse verlagern und gemeinsam mit der Sanierung der Zürichstrasse realisiert werden. Unter anderem soll eine Busspur eingerichtet werden, um den öffentlichen Verkehr zu bevorzugen.Wann genau die Arbeiten beginnen, kann Anselm Schwyn, Kommunikationsbeauftragter des kantonalen Amts für Verkehr, nicht sagen. Einen Teil der Kosten für die Umgestaltung der Zürichstrasse muss nämlich die Stadt Adliswil tragen – sogenannte Abzweiger-Kosten im Bereich von Kreuzungen. Patrick Stutz (SVP), Werkvorstand der Stadt Adliswil, rechnet mit Kosten von rund 2,6 Millionen Franken.Adliswil will seine Bedürfnisse ins Projekt einbringen und wünscht Anpassungen am Konzept des Kantons. «Im Bereich Tiefackerstrasse möchten wir beispielsweise lieber einen Fussgängerstreifen über die Zürichstrasse statt der bestehenden Unterführung. Die geplante Busspur im Bereich des Grüt-Parks sowie den Rechtsabbieger ins Quartier Lebern-Dietlimoos erachten wir als nicht notwendig», sagt er.Mit einem Baustart ist frühestens im Jahr 2013 zu rechnen – eventuell auch später, denn im Moos wird noch immer geplant und gebaut. «Auf die Verkehrssituation, etwa den Baustellenverkehr, nimmt das kantonale Tiefbauamt natürlich Rücksicht», sagt Schwyn. Man wolle die Sanierungs- und Umgestaltungsmassnahmen möglichst in einem Stück realisieren. Sollte sich der Baustart über 2013 hinaus verzögern, wäre der Kanton gezwungen, den arg ramponierten Strassenbelag notdürftig zu reparieren.

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