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Ärger über «Klötze» im Zollikerberg

Um bauliche Auswüchse auf einem Grundstück in der Kernzone zu verhindern, forderten Anwohner einen Gestaltungsplan. Jetzt, da sie ihn haben, sind sie aber mehr als unzufrieden damit.

Im Zolliker Weiler Sennhof und Oberhueb gärt es in der Bevölkerung. Auf 5000 m2 soll mitten in der Kernzone des schmucken Dorfteils im Zollikerberg eine grosse Überbauung mit vier Mehrfamilienhäusern entstehen. Der Gestaltungsplan dazu lag bis vergangenen Mittwoch öffentlich auf. Praktisch die gesamte Nachbarschaft hat Einwendungen gegen das Projekt geltend gemacht. Es sind teilweise die gleichen Leute, die vom Gemeinderat vor drei Jahren einen solchen Gestaltungsplan gefordert hatten. Und die damit an einer emotionsgeladenen Gemeindeversammlung Ende 2007 Erfolg hatten, als das Stimmvolk beschloss, dem Grundstück eine Gestaltungsplanpflicht aufzuerlegen (siehe Kasten).

Die Befürworter waren mit ihrem Anliegen zwar knapp durchgekommen, doch vergraulten sie damit die Eigentümer des Grundstücks – die seit Generationen im Zollikerberg ansässige Bauernfamilie Hardmeier. Eigner Walter Hardmeier hatte damit gedroht, das Land an den Meistbietenden zu verkaufen und aus Zollikon wegzuziehen, falls die Gestaltungsplanpflicht durchkomme. Für ihn sei das seine ganz persönliche Rache, sagte er damals, und er machte in der Folge seine «Drohung» wahr. Er verkaufte das gesamte Grundstück an ein Bauunternehmen aus Wallisellen und zog mit seiner Familie nach Rüti.

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