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Als Höhepunkt Nervenkitzel mit Nock

Das neue Knie-Programm wird Fans des klassischen Zirkus gefallen: hervorragende Artistik, perfekte Tierdressur und einige Überraschungen.

Rapperswil - Eines vorweg: Marie-Thérèse Porchet ist witzig und ziemlich schrill. Aber ihre berndeutsch auswendig gelernten Witze bringt die Romande gut rüber.

Das diesjährige Programm des Circus Knie, das gestern Abend in Rapperswil Premiere hatte, gefällt mit einer bunten Mischung. Dem treuen Publikum vertraut sind die Tierdressuren: romantisch und malerisch die Pferde von Géraldine, Fredy und Marie-José Knie, exotisch und eindrücklich die Elefanten von Franco junior. Für den Jö-Effekt sorgen der kleine Chris Rui (4), der sich an den Rüssel eines Dickhäuters heftet, und Ivan (8) mit der ungarischen Post: Auf zwei Pferderücken stehend führt er sieben weitere Pferde an langen Leinen.

Schon die Eröffnungsnummer reisst das Publikum mit: Da springen die Brüder Errani mit Saltos über einen, zwei, drei - ja vier Elefanten. Überraschend ist der Auftritt der zwei Schwestern Azzario, eine so grazil wie die andere. Sie zeigen, was sonst Männer machen: Handstandakrobatik. Der optische Höhepunkt des Abends sind die acht Chinesen, die mit Wasserschalen an Schnüren jonglieren - am schönsten, wenn alle Schalen gleichzeitig durch die Luft fliegen.

Der grösste Nervenkitzel folgt zum Schluss - Nervenkitzel nur fürs Publikum. Der Artist kennt grössere Herausforderungen als das Hochseil im Zirkus, über das er mit traumwandlerischer Sicherheit und selbstverständlich ungesichert tänzelt. Freddy Nock ist soeben aus China zurückgekehrt. Dort ist er 500 Meter hoch über ein Seil mit einer extremen Neigung von 42 Grad gegangen. Als es unerwartet zu schwanken anfing, hatte selbst der wohl weltbeste Seiltänzer einen Adrenalinstoss, wie er am Premierenabend in Rapperswil erzählt. Die Knies freuen sich, Freddy Nock gewonnen zu haben. Letztmals hat Nock vor zwölf Jahren eine Zirkussaison gemacht - beim Nock. Tourneeplan: Bis 28. 3. Rapperswil, 1.-5. 4. Winterthur, 6. 5.-6. 6. ZürichInterview mit Madame Porchet Seite 12 Highlights unter der Zirkuskuppel: Elefantennummer von Franco Knie jun. und Linna Knie-Sun, das Clown-Duo Fumagalli, Hochseilakrobat Freddy Nock, Pferdedressur mit Ivan Knie, der Russe Vlad Olandar und seine Angorakatze. Fotos: Beat Marti

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