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Altersschwache Pappeln werden gefällt

Die Pappeln im Küsnachter Kusen und im Hörnli sind faul. Deshalb werden sie schon nächste Woche gefällt. An gleicher Stelle pflanzt die Gemeinde neue Bäume.

Von Frank Speidel Küsnacht – Von aussen erkennt man das Alter der Baumriesen in der Küsnachter Seeanlage Kusen nicht. Wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt, sind sie jedoch überaltert. Ebenfalls zu alt ist die alleinstehende Pappel in der Küsnachter Seeanlage Hörnli. Bäume können drei Vitalitätsstufen zugeordnet werden: der Aufbau-, der Reife- oder der Altersphase. Die vier Küsnachter Pappeln befinden sich gemäss Mitteilung in der Altersphase. Dies zeige sich an abgebrochenen Ästen, aber auch an den faulen Wurzeln. Mitte nächster Woche sollen die etwa 100 Jahre alten Säulenpappeln deshalb gefällt werden.Die Gemeinde lässt die Bäume so schnell wie möglich entfernen, denn es bestehe «akute Bruchgefahr». Nachdem ein Gärtner die Standfestigkeit der Pappeln anzweifelte, liess man sie von Fachleuten untersuchen. Diese kamen zum Schluss, dass die Bäume nicht mehr erhalten werden können. «Wir bedauern, dass die Bäume mitten im Sommer gefällt werden müssen», sagt Gemeindeschreiber Peter Wettstein. Da nun aber das Gutachten vorliege, wolle man auf Nummer sicher gehen. Noch in diesem Jahr sollen vier neue vergleichbare Säulenpappeln gepflanzt werden. Ein botanisches Déjà-vu Das drohende Ende der Pappeln könnte bei einigen Küsnachtern für ein Déjà-vu-Erlebnis sorgen. Vor drei Jahren mussten sie von «ihrem» Mammutbaum vor der reformierten Kirche Abschied nehmen. Gross war der Aufschrei, als verkündet wurde, dass der Mammutbaum vom Hallimasch-Pilz befallen und nicht mehr zu retten ist. Als aber selbst der erfahrene Biologe und «Pflanzendoktor» Richard Grimm zum Schluss kam, dass der Baum nicht mehr zur retten sei, waren die Küsnachter mit einer Fällung einverstanden. Seit März 2008 ist der Mammutbaum Geschichte. Die Pappeln bei der Küsnachter Seeanlage sind etwa 100 Jahre alt. Foto: Frank Speidel

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