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Am 11. 11. 11 um 1.10 Uhr geboren

Cesare und Katharina Marangoni haben gestern am 11. 11. 11 den Bund fürs Leben geschlossen. Im Bezirk haben gestern zwölf Paare geheiratet.

Von Marco Huber Herrliberg &endash Es sind rührende Szenen, die sich im Salon des Wohnhauses zur Vogtei in Herrliberg abspielen. Der Bräutigam wischt sich während der standesamtlichen Trauung immer wieder Tränen aus den Augen. Und er muss sogar zum Taschentuch greifen. Nach dem Ja-wort folgt der romantische Höhenpunkt der Zeremonie. «Herr Marangoni, Sie dürfen die Braut jetzt küssen», sagt Zivilstandsbeamtin Daniela Haudenschild. Cesare Marangoni küsst seine Katharina. Mit Leidenschaft. Und er steckt seiner Angetrauten den Ring an den Finger. Dann gibts Geschenke von der Gemeinde Küsnacht: einen Füllfederhalter und ein Blumengesteck. Zum Schluss der Zeremonie spielt Musikerin Simone Scherrer «I Have a Dream» von den Abba. Katharina Rauscher (52) und Cesare Marangoni (61) aus Küsnacht sind zwar keine Fasnächtler, dennoch haben sie den 11. 11. 11 bewusst als Datum für ihre Trauung gewählt. «Es ist ein witziges Datum, und wir beide lachen schliesslich gerne zusammen», sagt der Bräutigam. Die Zahl elf sei eine spirituelle, sagt Zivilstandbeamtin Haudenschild. «Sie steht für Mut, Kraft und Erfolg und deutet auf eine lange Beziehung hin.» Das Leben geniessen Kennen gelernt hat sich das Paar vor neun Jahren in einem Restaurant in Zürich. Nachdem Katharina Marangoni beim Reiten verunfallt war, stand ihr Cesare Marangoni bei. Reiten verbindet die beiden miteinander. Cesare Marangoni singt aber auch leidenschaftlich gerne. «Vor allem Lieder von Eros Ramazotti», sagt der gebürtige Italiener. «Er singt super», meint die Angetraute. Katharina Marangoni hat Modedesign studiert und betreibt mit Trauzeugin Astrid Walther in Rheinfelden eine Boutique. Nebenbei ist sie Lehrerin in Basel. Die beiden Eheleute lieben es, das Leben zu geniessen. «Wir trinken gerne ein Glas Wein und mögen ein gutes Essen und tanzen», sagt Cesare Marangoni. Doch im Haushalt gebe es arbeiten, die ihr Mann nicht gerne mache, sagt Katharina Marangoni: «Er putzt nicht gerne.» Nach der Trauung heisst es für das Paar: Koffern packen. Die Flitterwochen verbringen Cesare und Katharina Marangoni in der Südsee. «Wir machen eine Kreuzfahrt», verrät Katharina Marangoni. Und geheiratet werde auf der anderen Erdhalbkugel gleich noch einmal. Nicht in der Kirche, aber in einem «Fischerbeizli». Um dieses Geburtsdatum werden die Gspändli sie beneiden: Am gestrigen 11. 11. 11 sind zwei Buben im Bezirk Meilen geboren worden. Einer der beiden erblickte das Licht der Welt im Spital Männedorf, der andere im Spital Zollikerberg. Während der Männedörfler Junge sich mit der Geburtszeit 7. 51 Uhr begnügte, musste es für den Buben in Zollikerberg noch etwas spezieller sein: Er kam um 1.10 Uhr zur Welt. Beide Kinder sind nach Angaben der Spitäler gesund und munter. Ob die Babys sich ihren Geburtstag an diesem besonderen Datum selbst erobert haben oder etwas nachgeholfen wurde, war nicht in Erfahrung zu bringen. (mbs) Die Zivilstandesbeamtin fotografiert das Ehepaar Cesare und Katharina Marangoni mit den Trauzeugen. Foto: Reto Schneider

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