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Am Gattikerweiher wird weniger gebaut, als ursprünglich geplant

Gattikon - Am Gattikerweiher soll nur noch wenig überbaut werden: Die Arbeitsgruppe Immobilienpolitik der Gemeinde Thalwil sieht eine Möglichkeit, das eingezonte Landstück zwischen der Gattikonerstrasse und der alten Scheune für Bauten freizugeben. Der Gemeinderat wird nächste Woche einen Antrag der Arbeitsgruppe für eine Studie behandeln. Diese soll laut Gemeinderat Andreas Federer (CVP) vor allem aufzeigen, wie gross eine Überbauung werden kann, ohne die Idylle am Weiher zu zerstören.

Vor genau einem Jahr hatte die Arbeitsgruppe noch ganz andere Vorstellungen für das «Wohnen am Siedlungsrand von Gattikon», wie sie ihre Idee nannte: Sie wollte auch das Land zwischen dem Obstgartenweg und dem Schulhaus Schweikrüti und ein Landstück gleich beim Schulhaus mit diversen Häusern überbauen. An einer Informationsveranstaltung liefen die Gattiker Sturm gegen diese Idee. An einem runden Tisch versuchten Gemeindepräsidentin Christine Burgener (CVP) und Federer den Gattikern die Pläne schmackhaft machen - und scheiterten. Eine Umfrage unter den Bewohnern des Dorfteils Gattikon zeigte im Sommer auf, dass die meisten ganz einfach den heutigen Zustand am Weiher erhalten möchten.

Redimensionierte Pläne

«Überbauungen zwischen der Obstgartenstrasse und dem Schulhaus und beim Schulhaus sind kein Thema mehr», sagt Federer, der als Gemeinderat für die Liegenschaften zuständig ist. «Die Studie, die die Arbeitsgruppe beantragt, soll einzig aufzeigen, wie gross eine Überbauung auf dem Landstreifen werden kann», sagt Federer.

Eine Überbauung auf dem Landstreifen sei unproblematisch, wenn sie sich gut in die Landschaft integriert, glaubt Federer. Er hat auch schon eine Vorstellung, welchem Zweck sie dereinst dienen könnte: dem Wohnen im Alter. «Damit könnten wir ein ausgewiesenes Bedürfnis in Gattikon befriedigen - Alterswohnungen fehlen heute gänzlich.»

Da die Studie aufzeigen soll, wie gross eine Überbauung maximal werden kann, kann danach ermittelt werden, wie teuer die Wohnungen werden. «Es ist ein Spagat: Einerseits soll das Grundstück nur sanft überbaut werden, andererseits müssen die Wohnungen günstig bleiben», sagt Federer.

Scheune bleibt stehen

Ein weiteres Anliegen der Gattiker hat die gemeinderätliche Arbeitsgruppe aufgenommen: Die alte Scheune soll stehen bleiben, sagt Federer. «Sie ist eines der alten, noch erhaltenen Wahrzeichen Gattikons.» Auch hier hat er Ideen für den Verwendungszweck: Als Restaurationsbetrieb, für die Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner der Alterswohnungen und für Gemeinschaftsräume. Er kann sich auch einen Kinderspielplatz am Rand der Scheune vorstellen.

Bei einem anderen Gebäude ganz in der Nähe kann sich Federer aber einen Abriss vorstellen: Bei der Villa Weiherhaus. Die Villa, die der Gemeinde gehört, sei «nicht sehr attraktiv». Der CVP-Gemeinderat sagt, landschaftsarchitektonisch könne man einiges verbessern, womit das Erholungs- und auch das Naturschutzgebiet aufgewertet werden könnten. Herbststimmung am Gattikerweiher. Eine allfällige Überbauung (das betroffene Grundstück ist auf dem Foto nicht abgebildet) soll sich in die Landschaft integrieren. Foto: Sabine Rock

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