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Antennenverbot ist nicht erlaubt

Mit einer Revision der Bau- und Zonenordnung wollte Küsnacht Handyantennen in Wohnzonen verbieten. Der Regierungsrat hat den Entschluss für ungültig erklärt.

Von Frank Speidel Küsnacht – Nur wo der Verkehr rollt und Gewerbe betrieben wird, sollen Handyantennen stehen dürfen – diese Idee präsentierte der Küsnachter Gemeinderat vor gut drei Jahren den Stimmbürgern. Mobilfunkanlagen sollen nur noch in Industrie-, Gewerbe- oder Wohnzonen mit mässig störenden Betrieben gebaut werden dürfen. Diese Teilrevision der kommunalen Bau- und Zonenordnung sah zudem vor, dass Mobilfunkanbieter sich künftig bestehende Antennenstandorte teilen müssen. Nur in Ausnahmefällen dürften Antennen in reinen Wohnzonen errichtet werden. Die Idee gefiel den Küsnachtern: Sie sagten klar Ja zur Vorlage. In der Küsnachter Antennenfrage hat aber auch der Regierungsrat des Kantons Zürich ein Wörtchen mitzureden. Wie einem am Freitag publizierten Inserat zu entnehmen ist, hat er die Änderung der Küsnachter BZO «nicht genehmigt». Die Gründe für das Nein sind nicht erläutert. Bei der Küsnachter Gemeindeverwaltung und beim Regierungsrat war gestern niemand für eine Stellungnahme erreichbar.Gegen den regierungsrätlichen Beschluss kann Küsnacht innert 30 Tagen beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen. Der Rechtsstreit dürfte lange dauern. Gegen einen ähnlichen Entscheid der Stäfner Gemeindeversammlung 2007 wehrten sich die Mobilfunkanbieter unermüdlich. Im Frühling 2010 erklärte das Verwaltungsgericht das Antennenverbot für rechtswidrig – worauf Stäfa kapitulierte.

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