Zum Hauptinhalt springen

Asbest aus Schulhausfassade entfernt

Bei der Erneuerung des Bopplisser Primarschulhauses ist Asbest gefunden worden. Die Schulpflege machte kurzen Prozess und ersetzte die Fassade.

Die Platten an der westlichen Aussenwand des Schulhaus Maiacher mussten weg. Sie enthielten Asbest.
Die Platten an der westlichen Aussenwand des Schulhaus Maiacher mussten weg. Sie enthielten Asbest.
DANIEL KELLENBERGER

In der Primarschulanlage Maiacher sind die Bauarbeiter am Werk. Bereits während den Sommerferien erstellten sie zwei Gruppenräume an der Westseite des Gebäudes. In Rahmen dieser Arbeiten musste die Eternitverkleidung der Aussenfassade angepasst werden. «Weil die Platten schon alt waren, lag der Verdacht nahe, dass sie asbesthaltig sein könnten», sagt Patrik Bailer, Präsident der Bopplisser Primarschulpflege. Ein Test bestätigte, dass die olivfarbene Verkleidung giftige mineralische Fasern enthalten. Dies schreibt der «Furttaler» in seiner letzten Ausgabe.

Asbestfasern sind natürlich und kommen in Gesteinen vor. Weil sie hitzebeständig sind, sich gut in verschiedene Materialien einarbeiten lassen, gut isolieren und eine hohe Elastizität und Zugfestigkeit aufweisen, wurden die Fasern in Industrie und Technik vielfältig eingesetzt. Das Einatmen von Asbest ist aber schon bei kleinen Mengen gefährlich, darum untersagt seit dem 1. März 1998 das Asbestverbot die Verwendung der meisten asbesthaltigen Erzeugnisse. Der Körper kann die kristallinen Fasern kaum abbauen oder ausscheiden. Asbest kann verschiedene schwere Lungenkrankheiten verursachen.

Die Bopplisser Schulbehörde fackelte nicht lange, liess die Platten entfernen und erneuerte kurzerhand die gesamte Fassade. «Weil es sich um ein Schulhaus handelt, machten wir vorsorglich kurzen Prozess», so Bailer. Dies, obwohl es keine Hinweise darauf gäbe, dass Menschen dadurch beeinträchtigt wurden. «Es wäre verheerend gewesen, hätten sich die Platten im Innenraum befunden», führt der Präsident der Schulpflege aus. Die Verkleidung habe sich aber ausserhalb des Gebäudes befunden, was weniger problematisch sei.

Zufahrtsstrasse gesperrt

Nach der ersten Etappe der Erweiterung der Schulanlage Maiacher beginnen am 7. November die Bauarbeiten der nächsten Etappe. Dann soll der Neubau des Kindergartens in Angriff genommen werden. Hierfür muss die Zufahrtsstrasse zum Schulhaus gesperrt werden. Als Ersatz wird ein provisorischer Kiesweg durch die Wiese unterhalb des Schulhauses erstellt. Während den rund ein Jahr dauernden Bauarbeiten müssen die Schüler ihre Zweiräder am Anfang dieses Weges abstellen. Zusätzliche Parkplätze für Besucher der Schulanlage stellt die Gemeindeverwaltung auf ihrem Parkplatz zur Verfügung.

Die Kindergärtler werden die neuen Räumlichkeiten im Sommer 2009 beziehen. Der heutige Kindergarten soll dann umgebaut und als Schulzimmer eingesetzt werden. Patrik Bailer rechnet damit, dass in den Herbstferien 2009 die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch