Zum Hauptinhalt springen

Auch für ärmere Küsnachter geeignet Küsnachts neues Heim ist auch für Ärmere bezahlbar

Unterzeile (Max. 3-zeilig) dies ist der Artikeltext. Er wiederholt sich jetzt mehrfach. Viel Holz – viel Glas – wenig Beton: Das sind die äusseren Charakteristika des neuen Alterszentrums Tägerhalde, das 67 Millionen kosten soll.

Von Peter Meier Küsnacht – Statistisch betrachtet, sieht die Gemeinde Küsnacht alt aus: Jeder vierte Dorfbewohner hat die Schwelle zum Pensionsalter bereits überschritten. Kantonsweit gesehen, ist es bloss jeder siebte, und im Bezirk Meilen ist es jeder fünfte. Im Bezirk sieht nur die Zolliker Bevölkerung noch älter aus. Statistisch gesehen, wohlverstanden. Überalterte Gemeinden haben einen hohen Investitionsbedarf im Alterswohnbereich. In Küsnacht sind dafür im Finanzplan für die nächsten zehn Jahre rund 100 Millionen Franken reserviert. Der grösste Brocken ist der Neubau des Alterswohnheims Tägerhalde. Sanierungsbedürftig ist auch das Pflegeheim am See. Der Gemeinderat möchte es mittelfristig an private Träger abtreten. Am politischen Themenabend vom Montagabend hat Gesundheitsvorstand Martin Bachmann vor zumeist älterem Publikum detailliert über den Tägerhalde-Neubau informiert. Küsnachts Stimmberechtigte werden im Mai 2011 an der Urne über das – gemäss provisorischer Kostenschätzung – rund 67 Millionen Franken teure Vorhaben befinden. Zur Ausführung kommt das in einem Wettbewerb zum Sieger erkorene Projekt des Büros Bob Gysin und Partner, Zürich, das laut Bachmann das Dorfbild mit «viel Holz, viel Glas und wenig Beton» bereichern wird. Pensionspreise noch offen Etwas sibyllinisch hörte sich Bachmanns Antwort auf die Frage an, ob sich denn auch «ärmere Küsnachter» den Aufenthalt in der neuen Tägerhalde würden leisten können. «Das könnte ich spontan bejahen», antwortete der Gesundheitsvorstand, ohne ins Detail zu gehen. Das konnte er auch nicht, denn die Tarife sind noch nicht bestimmt. Heute kostet ein Einerzimmer in der Tägerhalde 103 Franken am Tag. Die aktuellen Tarife sind nach Angaben von Gemeindeschreiber Peter Wettstein so bemessen, dass die reinen Betriebskosten gedeckt sind. Abbruch und Neubau der Tägerhalde sind mit grossen Umtrieben verbunden. Die heutigen Heimbewohner müssen während der drei Jahre dauernden Bauzeit auf das Pflegeheim am See, ins zugehörige Personalhaus und in einen provisorischen Pavillon, vereinzelt auch ins Wohnheim Bethesda verteilt und im Sommer 2015 wieder rückquartiert werden. Das Pflegeheim am See wird danach auch den Altersheimbewohnern des Erlenbacher Alterswohnheims Gehren zur Verfügung stehen. Dieses soll ebenfalls neu gebaut werden. «Ehrgeizige» Ziele Der zweite Teil des Abends» war dem behördlichen Legislaturprogramm 2011–2014 gewidmet. Gemeindepräsident Max Baumgartner bezeichnete es als «ehrgeizig», allerdings entstand nicht der Eindruck, als führte der Gemeinderat Revolutionäres im Schilde. Bemerkenswert war Baumgartners Eingeständnis, dass es mit der viel beschworenen Gemeindeautonomie nicht mehr weit her ist. «Wir können uns den Entwicklungen unseres Umfeldes je länger, desto weniger entziehen», sagte Baumgartner. Klar wurde immerhin, dass der Gemeinderat dem Thema Siedlungsqualität besonderes Augenmerk schenken will. Finanzvorsteherin Ursula Gross Leemann bekannte sich zur Fortsetzung einer auf Stetigkeit bedachten Finanzpolitik. Der Steuerfuss liegt in Küsnacht seit zehn Jahren unverändert bei 77 Prozent.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch