Zum Hauptinhalt springen

Auch im zweiten Anlauf war Philipp zu stark

Markus Spörri lieferte sich bei seinem Heimauftritt mit Edi Philipp ein spannendes Duell um den Festsieg. Letztlich blieb der Eidgenosse der Standfestere und Daniel Krauer bester Oberländer.

Schwingen. - Als Edi Philipp (Untervaz) im Schlussgang des Bachtelschwinget dem Lokalmatador Markus Spörri aus Gibswil gegenüberstand, wusste er, wie er vorzugehen hatte. «Ich habe ihn müde gemacht und am Schluss Initiative gezeigt», so Philipp. Der Gast aus dem Bündnerland war bereits im ersten Gang auf Spörri getroffen und konnte den Oberländer in die Knie zwingen. Philipp, der als einziger Eidgenosse antrat, bettete am späteren Nachmittag nach sechsminütiger Wettkampfdauer den gleichen Akteur noch einmal ins Sägemehl und entschied mit einem Kreuzgriff das Schwingfest für sich. Philipp durfte das Sieger-Rind Shania in Empfang nehmen, und 500 Zuschauer applaudierten ihm.

Angelockt vom immer besser werdenden Wetter und den 49 Schwingern, trudelte je länger, desto mehr Volk auf dem Schulhausarel in Wernetshausen ein. Dass der 79. Bachtelschwinget ausnahmsweise nicht auf dem Hausberg stattfand, sondern am selben Ort wie der Nordostschweizerische Nachwuchsschwingertag von gestern Sonntag, tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Zuschauer lobten die Platzverhältnisse und nahmen die fehlende Aussicht gerne in Kauf.

Klassement nochmals umgekrempelt

Während auf den Festbänken die Jacken ob des wechselhaften Wetters an- und ausgezogen wurden, tobte auf dem Sägemehl ein Nervenkrimi. Nach vier Gängen hätte kaum einer gedacht, dass sich am Ende Markus Spörri und Edi Philipp duellieren würden. Philipp wurde im zweiten Gang von Melchior Rutz auf den Rücken gelegt, und Spörri stellte nach der Niederlage gegen Philipp gegen Reto Nötzli. Angeführt wurde die Zwischenrangliste von Andreas Kindlimann (Wald).

Krauer rettete den zweiten Rang

Doch im zweitletzten Gang konnten die späteren Schlussgangteilnehmer das Blatt noch kehren. Weil die beiden ihre Kämpfe für sich entschieden und die vorderen entweder verloren oder stellten, machten Spörri und Philipp den Tagessieg unter sich aus. Spörri fiel wegen der finalen Niederlage auf Rang 5 zurück, ist aber trotzdem zufrieden mit seiner Leistung: «Es war lange Zeit ein ausgeglichener Gang. Doch dann hat er mich halt erwischt.» Spörri wird dieses Jahr nur noch einen Anlass bestreiten und kann mit vier Kränzen und zwei Festsiegen schon jetzt auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Dank Daniel Krauer aus Ottikon, der wegen einer Verletzung am Daumen ordentlich auf die Zähne beissen musste, ansonsten aber in Topform ist, blieb immerhin Rang 2 im Oberland. «Ich habe mir schon einen Spitzenplatz erhofft», gesteht Krauer zu Recht. Denn im zweiten Gang hätte er dem späteren Sieger beinahe das Sägemehl vom Rücken klopfen können, doch der Kampfrichter hatte bereits unterbrochen.

Anders als beim Schwingen blieb Spörri beim traditionellen Steinstossen ungeschlagen. Mit 3,90 m schleuderte er den 49-kg-Brocken klar weiter als Michi Würmli (Bäretswil) und Daniel Spörri (Turbenthal). Die Sonne ihrerseits hatte den Kampf gegen die Wolken gewonnen und lud das Festvolk zum Verweilen ein.

Resultate

Schwingen. Schlussgang: Edi Philipp (Untervaz) s. Markus Spörri (Gibswil) nach sechs Minuten mit Kurz. - Schlussrangliste: 1. Philipp 58,00. 2. Daniel Krauer (Ottikon) 57,50. 3. Urs Meier (Rifferswil) und Christian Heiss (Wilchingen), beide 57,00. 4. Roman Bösch (Alt St. Johann) und Reto Nötzli (Pfäffikon), beide 56,75. 5. Spörri 56,50. 6. Fabian Kindlimann (Wald) 56,25. 7. Markus Stucki (Wetzikon) und Andreas Kindlimann (Wald), beide 56,00. - Steinstossen. 1. Markus Spörri (Gibswil) 3,90 m. 2. Michi Würmli (Bäretswil) 3,58. 3. Daniel Spörri (Turbenthal) 3,34. 4. Stefan Bickel (Hochfelden) 3,18. 5. Andreas Schlumpf (Oetwil am See) 2,97. 6. Urs Halbheer (Wald) 2,88, 7. Marin Berwert (Wila) 2,86. 8. Daniel Bachmann (Madetswil) 2,84.

Markus Spörri (rechts) wankt und fällt im nächsten Moment, denn der Turnerschwinger Edi Philipp setzt hier zum entscheidenden Zug an.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch