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Auf der Suche nach der Ideallinie

Der Zürcher Skeleton-Athlet Pascal Oswald will beim Weltcup in Cesena (It) seinen guter Saisonstart bestätigen.

Es soll eine denkwürdige Saison für Pascal Oswald werden. In den Weltcuprennen will es der Zürcher endlich erstmals unter die besten zehn schaffen und damit seinen Traum von einer Selektion für die Olympischen Spielen 2010 in Vancouver (Ka) verwirklichen. Dabei kann der 29-Jährige mit dem bisherigen Verlauf durchaus zufrieden sein. Oswald qualifizierte sich zuerst im Oktober bei den Selektionswettkämpfen in Lillehammer (No) und Winterberg (D) souverän gegen seine Direktkonkurrenten Stefan Mörker, Daniel Mächler und Lukas Kummer für die ersten vier Weltcuprennen.

Dort konnte er die Resultate sogleich bestätigen. Beim Auftakt in Park City (USA) erreichte der Zürcher den 13. Platz. Sein zweitbestes Weltcupergebnis überhaupt habe gezeigt, dass die Form stimme, sagt Oswald. Nur eine Woche später reichte es ihm im zweiten Übersee-Rennen in Lake Placid zwar nur noch zum 16. Rang. Dennoch zog er ein positives Fazit. «Nachdem es mir in den Trainings nicht gelungen war, ein gutes Gefühl für die schwierigen Kurven dieser Bahn zu entwickeln, konnte ich mich zum Rennen hin noch deutlich steigern», freute sich der Athlet des Track Team Adliswil.

Den positiven Trend von Oswald bestätigt auch Marco Widmer, der Chef Spitzensport Skeleton des Verbandes. Besonders die Leistung von Lake Placid unterstreiche seine Weiterentwicklung. Dort habe er auf einer Bahn, mit der er eigentlich nicht zurechtkam, das Optimum herausgeholt.

Zuspruch vom Nationaltrainer

Um sich mittelfristig als Nummer 2 im Schweizer Team hinter dem dreifachen Weltmeister Gregor Stähli zu etablieren, benötigt Oswald eine Weltcupklassierung in den Top 10. Dem Verband bleibt es nämlich vorbehalten, nach dem vierten Rennen in Winterberg (D) den Zürcher durch einen Athleten aus dem Intercontinentalcup zu ersetzen. «Es wäre am einfachsten, wenn Oswald sich in einem der beiden nächsten Weltcups in den besten zehn klassieren könnte», bestätigt Widmer. Jede Diskussion wäre dann hinfällig.

Oswald will sich diesbezüglich nicht zu viele Gedanken machen und ist überzeugt davon, sämtliche Weltcuprennen fahren zu können. «Ich denke, ich bin auch aus Sicht des Verbandes gut in die Saison gestartet und habe gezeigt, dass ich die Qualifikation für die Olympischen Spiele schaffen kann.» Zusätzlichen Mut verleihen ihm die Worte des Nationaltrainers Snorre Pedersen. Er hat mir eben erst bestätigt, dass ich mich im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert habe. Oswald ortet seine Fortschritte im Bereich des Steuerns, der Position auf dem Skeleton-Schlitten, der Lockerheit und wohl auch in der mentalen Verfassung. Kurzfristig erhofft er sich mit der veränderten Technik eine Verbesserung seiner Startzeiten. Bei der Fahrt im Eiskanal sei er stets auf der Suche nach der Ideallinie, den perfekten Steuerpunkten und der aerodynamischsten Position.

Respekt vor Mörker

Wegen der verletzungsbedingten Abwesenheit von Gregor Stähli (siehe Box) kann sich am Wochenende im italienischen Cesena mit Stefan Mörker nun bereits vorzeitig ein erster Athlet aus dem Intercontinental-Team im Weltcup bewähren. «Das ist eine gute Chance für ihn», bestätigt Marco Widmer, der Chef Spitzensport. In den ersten Trainings sei allerdings noch keine Tendenz erkennbar gewesen. Beide Athleten seien etwa gleich schnell gefahren. Auch Pascal Oswald hat Respekt vor Mörker. «Gerade die Bahn in Cesena liegt ihm. Dies hat er in den letzten Jahren schon mehrfach gezeigt.» Pascal Oswald. Pascal Oswald fuhr zum Weltcupstart im Eiskanal von Lake Placid gleich auf den 13. Platz. Foto: CJ Gunther (Keystone)

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