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Auf dieser Strasse will Embrach weiterfahren

Der Gemeinderat Embrach hat ein Leitbild entwickelt. Den Visionen sollen Taten folgen. Das Volk liess sich dazu vernehmen.

Embrach - Der Gemeinderat von Embrach sieht keine Alternativen zur angedachten Ostumfahrung und hält an diesem Ziel fest. Das schreibt er in seiner Stellungnahme zum veränderten Leitbild. Er hatte das Strategiepapier der Bevölkerung zur Vernehmlassung vorgelegt. Wie zu erwarten war, drückt vor allem beim Verkehr der Schuh.

Zwar sei die Umfahrungsstrasse im Vorfeld «stark kritisiert und lebhaft diskutiert» worden. Man habe Angst, dass durch Lärm und zusätzlich entstehenden Verkehr die Wohnlichkeit sowie die Erholungsmöglichkeiten in der Gemeinde abgewertet würden. Auch befürchteten viele, dass der Verkehr innerhalb des Dorfes durch die Strasse nicht beeinflusst würde. Vorgeschlagen wurden ein anderer Strassenverlauf und der Dettenbergtunnel. Der Gemeinderat betont: Nur die Umfahrungsstrasse sei realisierbar, während der Tunnel - wie auch eine Verlängerung der Glattalbahn - kaum Chancen hätte. Deshalb halte er am Projekt fest, sorge aber dafür, dass flankierende Massnahmen ergriffen würden.

Ideen zu Bildung und Kultur

Das zweite zentrale Thema im Leitbild ist die Bildung, insbesondere innovative Schulmodelle und die Integrationsproblematik. Kritisiert wurde der Standort des neuen Schulhauses beim Schwimmbad, der als zu weit weg vom Zentrum erachtet wird. Der Gemeinderat ist aber überzeugt, dass die Erreichbarkeit und die Durchmischungsmöglichkeiten besser seien.

Auch die Kultur gab zu reden. Mehr Spielplätze, eine grössere Bibliothek, Kursorte für Weiterbildung, Theater, Kino und Jugendhaus sowie Verbesserungen im Betrieb des Hallenbads wurden verlangt. Der Gemeinderat hält dazu fest, dass einige Punkte bereits aufgenommen wurden. Embrach könne aber nicht dieselben kulturellen Angebote bereitstellen wie eine Grossstadt. Die Öffnungszeiten des Hallenbads würden noch angepasst.

Leitplanken weisen den Weg

Das Leitbild soll eine Leitplanke sein und kein Wunschkatalog, so der Gemeinderat. Er wolle Ziele definieren, um einen Massnahmenkatalog zusammenstellen zu können, schreibt er. Finanzpolitisch wolle er an einer stabilen Entwicklung der Gemeinde festhalten, energiepolitisch eine relative Reduktion des Verbrauchs anstreben, radikale Kuren wie die 2000-Watt-Gesellschaft aber vermeiden. Weiter hält er fest, dass er die Interessen der reicheren Steuerzahler nach Wohneigentum mit dem Bedarf nach Sozialwohnungen in Einklang bringen möchte.

Die erhobene Kritik, wonach die Bevölkerung über das revidierte Leitbild abstimmen sollte, weist der Gemeinderat zurück. Ein Leitbild sei eine Entscheidungshilfe für den Gemeinderat, das unter seine eigene Kompetenz falle.

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