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Aus dem Gruselkabinett der Zahnärzte

Früher mussten Zahnärzte bei der Arbeit um ihr Leben bangen. Warum, zeigt das Meilemer Ortsmuseum.

Von Bettina Bernet-Hug Meilen &endash Ein leichter Schauer läuft einem über den Rücken beim Anblick der altertümlichen Apparaturen. Chlaus Walter, der in Meilen von 1965 bis 2005 als Zahnarzt arbeitete, stellt im Ortsmuseum Meilen zahnärztliche Antiquitäten aus. Die Ausstellung «Der Zahn der Zeit» dokumentiert anschaulich die Geschichte der Zahnmedizin. Von damals, als noch der Hufschmied die Zähne herausriss, bis zur modernen Zahnheilkunde. Prunkstücke im Ortsmuseum sind der Behandlungsstuhl von 1914 und eine Tretbohrmaschine, wie sie jeder Student einst haben musste. «Man muss sich einmal die Behandlung eines Patienten vorstellen, wenn der Arzt einerseits mit dem Fuss wippend die Bohrmaschine betrieb und gleichzeitig im Mund des Patienten fungierte», sagt Walter. Im nachgestellten Behandlungsraum ist auch ein Röntgenapparat aus dem Jahr 1920 samt Starkstromkabel zu sehen. Die Patienten waren zwar geschützt, der Zahnarzt musste aber aufpassen, dass er den Draht nicht berührte. «Es gab einige Todesfälle», sagt Walter. Sein Vater sei einmal nur knapp mit dem Leben davongekommen, als er den Draht berührte. Vernissage heute Freitag, 11. November, um 19 Uhr. Öffnungszeiten: 12. November bis 18. Dezember jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zahnarztbesuch anno 1914: Chlaus Walter demonstriert einen historischen Behandlungsstuhl. Foto: Sabine Rock

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