Zum Hauptinhalt springen

Aus Parkplatz wird wieder Ried

Seit Anfang November wird der einstige «wilde» Parkplatz bei der Badi Egg renaturiert. Dort soll wieder ein Flachmoor entstehen.

Von Manuel Naegeli Egg – Auf der einst als Parkplatz genutzten Parzelle bei der Badi Egg stehen seit einiger Zeit ein Bagger und ein Plakat der Greifensee-Stiftung, welches verkündet: «Wir schaffen Natur.» Ute Schnabel, Leiterin der Geschäftsstelle der Greifensee-Stiftung, erklärt, wie mit dem Bagger Natur geschaffen werden soll: «Vor vielen Jahren ist an dieser Stelle lehmhaltiger Boden aufgeschüttet worden. Den wollen wir jetzt wieder entfernen, um anschliessend auf dem natürlich gewachsenen Boden eine Riedvegetation einzusäen.» Abklärungen hätten ergeben, dass es sich um eine unproblematische Aufschüttung handle. Die Erde und der Lehm können ohne zusätzliche Behandlung zu einer Deponie in Volketswil transportiert und dort eingelagert werden. Bis vor drei Jahren konnten die Gäste der Badi Egg ihr Auto nicht auf einem offiziellen Parkplatz abstellen. Deshalb parkten sie ihren Wagen mit Genehmigung der Landwirte auf dem Feld östlich des Weges, der von der Rellikonstrasse abzweigt und zur Badi führt. Im Mai 2007 wurde dann westlich des Weges der offizielle Parkplatz eingeweiht. Das Feld, welches an das bereits renaturierte Riediker-Rälliker-Ried grenzt, wurde weiterhin extensiv genutzt. Die Greifensee-Stiftung möchte nun das rund einen halben Hektar grosse Gebiet, welches auf Maurmer und Mönchaltorfer Gemeindegebiet liegt, renaturieren. Das einstige Flachmoor, das nach dem Rückzug des Greifensees entstanden ist, soll wiederhergestellt werden. «Mit dem Abtrag des lehmhaltigen Bodens werden sehr gute Voraussetzungen geschaffen, um die ursprüngliche Riedvegetation wiederherzustellen», sagt Schnabel. Riedregenerationen seien nur noch an wenigen Orten in der Schweiz möglich. Auf der renaturierten Fläche sollen dann wieder seltene und für Riedwiesen typische Pflanzen blühen oder stark gefährdete Schmetterlinge leben können. Lungenenzian und Moorbläuling sind einige der Profiteure des Projekts. Die Bauarbeiten werden je nach Wetter noch rund drei Wochen in Anspruch nehmen. Die Kosten des Projekts, welche von der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich und dem Bund getragen werden, belaufen sich auf rund 400 000 Franken. Die Bauarbeiten werden von der Egger Gadola Bau AG ausgeführt. Das Projekt dient somit auch der regionalen Wirtschaftsförderung und wird nicht zuletzt deswegen vom Bund unterstützt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch