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Autoattacke nicht beabsichtigt?

Die beiden Männer, die in Wallisellen zwei Klubgäste umgefahren und einen schwer verletzt haben, sollen in Angst und Panik reagiert haben.

Wallisellen - Laut TA-Recherchen im Umfeld des Klubs soll einer der beiden Autolenker von einem der Opfer zuvor bedroht und geschlagen worden sein. Staatsanwalt Markus Oertle will sich zum Grund der Autoattacke vom letzten Donnerstag nicht äussern, nur so viel: Die zwei Männer seien bezüglich Absicht nicht geständig. Das heisst, sie streiten die von Augenzeugen und der Polizei gemachten Vermutungen ab, gezielt auf den 23-jährigen Nigerianer und den 25-jährigen Kameruner losgefahren zu sein.

Von den vier Verhafteten - den beiden Autolenkern und zwei Mitfahrern - sind noch drei in Haft; einer ist inzwischen entlassen worden. Bei den vier dunkelhäutigen Männern handelt es sich um ein französisches Brüderpaar im Alter von 20 und 30 Jahren, einen weiteren 20-jährigen Franzosen sowie einen 27-jährigen Portugiesen.

Vor dem Nigerianer geflüchtet

Das Quartett hatte am 27. Mai mit den beiden späteren Opfern im Klub Indigo im Gewerbegebiet Wallisellen Streit bekommen. Der Grund: Angeblich soll einer aus der Franzosengruppe die 25-jährige rumänische Freundin des Nigerianers belästigt haben. Der Klubgeschäftsführer sprach damals von einem Griff an den Po; die Kantonspolizei schrieb, dass die Frau mit einem Barhocker niedergeschlagen und am Kopf verletzt worden sei. Danach rastete der Nigerianer aus, die Security musste einschreiten, und die drei Franzosen und der Portugiese verliessen fluchtartig den Klub. Dabei soll der 30-jährige Franzose allein im Mini Cooper weggefahren sein. Rund hundert Meter vom Klub entfernt sei er aber vom Nigerianer angeblich aufgehalten worden. Der Franzose befürchtete, vom viel kräftigeren Mann aus dem Auto herausgezerrt und erneut verprügelt zu werden. Er habe aus Angst und Panik Gas gegeben und den Nigerianer umgefahren.

EinerKurze Zeit später folgte der zweite Wagen mit den beiden weiteren Franzosen und dem Portugiesen. Sie fuhren dabei in den Kameruner, welcher seinem Freund helfen wollte. «Vielleicht wollten sie dem auf dem Boden Liegenden ausweichen», vermutet der Informant. Der schwer verletze Kameruner befindet sich weiterhin im künstlichen Koma, der Nigerianer konnte das Spital wieder verlassen.

Laut dem Klubgeschäftsführer soll der Nigerianer schon früher in anderen Klubs sehr negativ aufgefallen sein.

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