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Beben wegen Geothermie

Skurrile Schäden

Nach den menschgemachten Beben vor drei Jahren hatten die Behörden die Bevölkerung im Dreiländereck aufgerufen, Schäden zu melden. Und siehe da: Nicht nur Risse an Fassaden wurden gemeldet, sondern auch Skurriles: So war die Mechanik eines Betts ausgefallen, ein antiker Kleiderschrank zusammengebrochen und der Wassertank einer Dampfbügelstation geschmolzen. In allen diesen Fällen zahlte laut Anklageschrift die Versicherung. Insgesamt beliefen sich ihre Aufwendungen auf 9 Millionen Franken. Erdbebenforscher der ETH Zürich bezweifeln, dass all die Schäden wegen der Geothermie entstanden sind. «Es scheint, dass die Versicherungsgesellschaft wenig tat, um mögliche ungerechtfertigte Begehren zu hinterfragen», schreiben sie in der Zeitschrift der «American Geophysical Union». «Es scheint passender gewesen zu sein, Pauschalentschädigungen zu zahlen, als die Begehren zu bekämpfen.» Diesen Vorwurf weist die involvierte Gesellschaft zurück. «Ein Ingenieurbüro prüfte im Auftrag der Axa Winterthur einige Hundert Schadenmeldungen, darunter alle grösseren Schäden», sagt Axa-Sprecher Pascal Hollenstein. Von den 2700 Schadenmeldungen seien über 90 Prozent bezahlt worden. In 200 Fällen habe man keine Entschädigung bezahlt. (tok)

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