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Bedingte Geldstrafe für Rafzer Hanfbauern

Vor zwei Jahren hob die Polizei eine Hanfplantage auf einem Bauernhof aus. Diese Woche stand der Anbauer vor Gericht.

Der Anbau von Hanf war im Unterland lange ein fester Bestandteil des bäuerlichen Gewerbes. Seile, Garn oder Stoff waren die begehrten Erzeugnisse. Marihuana hingegen war das Endprodukt, das der Stiefsohn eines Rafzer Bauern nach Ernte und Verarbeitung an den Mann zu bringen versuchte. Im Sommer 2008 flog das Geschäft aber auf. Die Polizei machte auf dem Hof unweit der deutschen Grenze eine Hausdurchsuchung. In der Folge wurden alle vier Familienmitglieder inhaftiert, darunter auch eine Minderjährige.

Diese Woche stand der heute knapp 32-jährige Anbauer der Pflanzen vor dem Bezirksgericht Bülach. Wie aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft hervor geht, hatte er von Mitte Dezember 2007 bis zur Polizeiaktion 2008 eine Indoor-Plantage betrieben. Die ersten Stecklinge verendeten jedoch kläglich. Erst im zweiten Anlauf war der Angeklagte erfolgreich. Im Juni 2008 konnte er nach gut drei Monaten Hege und Pflege ernten. Fast 7 Kilogramm Blüten waren die Ausbeute. Der THC-Gehalt betrug 8,4 bis 13 Prozent, «was Marihuana von sehr hohem Wirkstoffgehalt entspricht», wie es in der Anklageschrift heisst. Im Juni setzte der 32-Jährige die nächsten Pflanzen. Diese transportierte dann jedoch die Polizei ab.

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