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Bei Raserrennen die Polizei überholt

Mit über 200 km/h haben sich zwei Autofahrer ein Rennen geliefert. Wagen und Billett sind sie nun los – und der eine wird angeklagt.

Von Daniel Schneebeli Horgen/Zürich – Der Vorfall hat sich am Samstag um 2 Uhr morgens auf der A 3 ereignet. Einer Polizeipatrouille im zivilen Wagen fielen am oberen Zürichsee zwei PS-starke Autos auf, die sich offensichtlich in hoher Geschwindigkeit ein Rennen lieferten. Einer der beiden Raser überholte den Dienstwagen, während der andere hinter ihm abbremsen musste. Die Polizisten nahmen sofort die Verfolgung des vorausfahrenden Wagens auf. Dieser fuhr zeitweise über 200 Stundenkilometer – erlaubt wären 120. Bei der Autobahnbaustelle bei Horgen verringerte der vordere Raser das Tempo, sodass der hintere wieder aufschliessen konnte. Mit Unterstützung einer weiteren Patrouille konnten die Fahrzeuge bei der Ausfahrt angehalten und deren Lenker verhaftet werden. Es handelt sich um einen 26-jährigen Mazedonier und einen 21-jährigen Schweizer. Letzterer sass im hinteren Wagen, der Mazedonier hatte den Dienstwagen überholt. Die beiden Männer mussten ihre Führerausweise abgeben, ihre Autos wurden eingezogen. Inzwischen hat der zuständige Staatsanwalt Markus Roth die beiden Männer befragt. Wie er gestern sagte, sind beide geständig, sie kennen sich und haben sich nicht zufällig auf der Autobahn getroffen. Weil keine Fluchtgefahr besteht, hat Roth die beiden Raser aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Schweizer kommt mit einem Strafbefehl und einer Geldstrafe davon, der Mazedonier wird sich vor dem Richter verantworten müssen. Er wird wegen grober Verletzung von Verkehrsvorschriften angeklagt.

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