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Beide Seiten mussten Federn lassen

Im SP-internen Streit gibt es keine Sieger.

MeinungVon Ruedi Baumann

Der Zwist um die Überwachungssoftware Galileo lässt sich in kriegerischer Sprache so zusammenfassen: Polizeidirektor Mario Fehrs trojanisches Pferd wurde auf peinliche Art gehackt und zum lahmen Gaul. Die Strafanzeige der Jungsozialisten wiederum geriet zum Rohrkrepierer. Strahlende Sieger gibt es nach dieser Affäre keine. Mit Ausnahme höchstens von SP-Präsident Daniel Frei, dem es gelang, die Sistierung von Fehrs Parteimitgliedschaft bis nach den Wahlen unter dem Deckel zu halten und nach Ausbruch erfolgreich zu vermitteln. Bitter aber auch für Frei: Hätte er sich vor den Wahlen derart profiliert, wäre er nun selber Nationalrat oder zumindest vor Juso-Präsident Fabian Molina klassiert.

Die Juso und ihr forscher 19-jähriger Co-Präsident Oliver Heimgartner mussten in der Öffentlichkeit heftige Prügel einstecken. Die Jungspunde hatten ein Aushängeschild der eigenen Partei und des Regierungsrats mit einer aussichtslosen Strafanzeige eingedeckt, finanziert aus der Parteikasse, nur weil er als Polizeidirektor in Bezug auf die Überwachung von Tatverdächtigen anders tickt. Fehr bekam vor allem aus dem bürgerlichen Lager viel Support.

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