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Beim Hund an der Leine läuft es sich leichter

Die Regensdorfer Tierärztin Imelda Vannini lässt sich beim Rennen von einem Hund ziehen. Kürzlich holte sie sich sogar den Europameister-Titel im Canicross.

Regensdorf - «Mich fasziniert die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund», begründet Imelda Vannini ihre Begeisterung fürs Canicross. Die 51-Jährige feierte Ende des vergangenen Jahres einen ihrer grössten Erfolge: Sie gewann die Canicross-Europameisterschaft in Ungarn. Mit dem Hund ihrer Trainingspartnerin, der English-Pointer-Hündin Godiva, absolvierte sie die 2,3 und 5,6 Kilometer langen Strecken am schnellsten.

An Canicross-Wettkämpfen rennen die Hunde nicht nur mit, sie ziehen die Läufer hinter sich her. «Wenn der Hund vollen Einsatz leistet, benötige ich 50 Prozent weniger Energie, als wenn ich alleine laufen würde», sagt Vannini. Das Team ist mit einer elastischen Leine miteinander verbunden. Beim Hund wird sie an einem Geschirr, das den gesamten Brustkorb umfasst, befestigt. Beim Läufer an einer speziellen Vorrichtung um das Gesäss.

Am vergangenen Wochenende erreichte Vannini den dritten Rang an einem Skijöring-Rennen in Splügen. Dort skatete sie zwei Mal 8 Kilometer auf Skiern, wobei sie von Godiva gezogen wurde. Eine Herausforderung für die Unterländerin, kommt sie doch eher selten zu einem Training auf Schnee.

Hund von klein auf trainieren

Vannini rennt auch mit zwei ihrer eigenen sechs Hunde. Mit der 7-jährigen Hovawarthündin Nashira und dem 5-jährige Parson Russel Baxter. «Wir gehen manchmal sogar zu fünft trainieren», lacht die Regensdorferin mit Bündner Wurzeln. Zwei Hunde spanne sie sich vor, und zwei weitere rennen frei nebenher. «Manchmal schauen mich die Leute schon komisch an. Vielen tun die Hunde leid. Völlig zu unrecht. Diese lieben es, mit mir zu rennen.» Viermal wöchentlich trainiert die laufbegeisterte Frau zwischen 45 und 60 Minuten im Wald oberhalb von Watt, am Katzensee oder auch mal auf der Lägern. Oftmals wird sie dabei von ihrem Mann begleitet, dann werden alle sechs Hunde mitgenommen. Das Ehepaar teilt jedoch nicht nur das Hobby: Die beiden Tierärzte betreiben gemeinsam Bessys Kleintierklinik in Watt.

Während Canicross in der Westschweiz verbreitet ist, ist es hier noch weitgehend unbekannt. «Das finde ich schade. Der Sport ist toll, besonders für Junge, die Tiere besitzen», sagt Vannini. Selbst ist sie vor fünf Jahren durch ihre 15-jährige Tochter auf den Sport gekommen, als diese für die Schweizer Meisterschaften trainierte. Vanninis nächste Ziele sind ein weiteres Skijöring-Rennen im Februar und ab April dann monatlich ein Canicross-Rennen. «Weitere Ziele kann ich mir nicht setzen. Godiva ist 9 Jahre alt. Lange werde ich sie nicht mehr an Wettkämpfen einsetzen können.» Die Tierärztin hat nun vor, einen eigenen Hund von klein auf für Canicross zu trainieren. Sarah Sidler Auch bei Eiseskälte trainiert Imelda Vannini mit ihrer Hovawarthündin Nashira für das nächste Canicross-Rennen. Foto: David Baer

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