«Ich hätte gerne die Gabe, trotz allem eine Optimistin zu bleiben»

Filmproduzentin Anita Wasser über Klimawandel, Förderinstitutionen und Steuerfranken.

Die Schweizer Filmproduzentin Anita Wasser hat unter anderem den Kinofilm «Wolkenbruch» produziert. Foto: Reto Oeschger

Die Schweizer Filmproduzentin Anita Wasser hat unter anderem den Kinofilm «Wolkenbruch» produziert. Foto: Reto Oeschger

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Wo zeigt sich Ihre Eitelkeit?
Wöchentlich beim Coiffeur: Waschen-Föhnen.

Was haben Sie immer in Ihrem Kühlschrank?
Gute Beleuchtung, Butter, Käse, Wein.

Welches Talent hätten Sie gern?
Wenn ich mich mit der weltweiten Welle des Rechtspopulismus und den Folgen des Klimawandels auseinandersetze, hätte ich gerne die Gabe, trotz allem eine Optimistin zu bleiben.

Eindrücklichste Zürcher Figur, lebend oder tot?
Laura Zimmermann von Operation Libero, die Populisten klug Paroli bietet.

Wann haben Sie das letzte Mal bedauert, Ihr Handy nicht ausgeschaltet zu haben?
Als ich am Abend vor dem Einschlafen noch meine Mails checkte und wir eine Absage von einer wichtigen Förderinstitution für ein Kinoprojekt erhielten.

Wie lange brauchen Sie nach den Ferien, bis Sie sich in Zürich das erste Mal nerven – und worüber?
Schnell: wenn die Mehrheit im Kantonsrat lieber mehr Steuerfranken ausgibt, als der Stadt einen Teil der Kaserne für ein tolles Projekt zu überlassen.

Wann haben Sie das letzte Mal getanzt?
Im Dezember an der Filmabschlussparty unseres neuen Kinofilms «Manager» von Sabine Boss.

Verdienen Sie genug? Und wie viel?
Ich beklage mich nicht, doch reich wird man als Schweizer Filmproduzentin nicht. Auch mit unserem Kinoerfolg «Wolkenbruch» sind Ende Monat keine 10'000 Franken auf dem Konto.

Wann findet einen das Glück?
Wenn wir eine gute Filmidee finden, die jemand in ein perfektes Drehbuch verwandelt, die beste Regisseurin zusagt, die besten Schauspieler(innen) mitmachen wollen und die Förderkommissionen von Anfang an mitziehen.

Weshalb sind Sie keine Veganerin?
Politisch fände ich das gut. Leider bin ich zu wenig diszipliniert. Ich liebe Butter! Und ab und an brauchts ein Cordon bleu – immerhin bio.

Erzählen Sie uns einen Witz!
Da ist mein Geschäftspartner Michael Steiger Experte: E Frau seit zu ihrem Ma: Du bisch mer vill z chindisch. Ich la mi la scheide. Dä Ma verchlöpfts vor Lachä: Hihihi, du häsch «Scheide» gseit.

Aufgezeichnet von Carmen Roshard (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.01.2019, 23:42 Uhr

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