Etwas Übersicht im Zürcher Yogadschungel

Mehr als 120 Yogastudios gibts in Zürich und sie werden immer schöner – weil der Ort das Yoga unmittelbar beeinflusst.

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In Zürich den Weg zur Erleuchtung zu finden, ist ein Stress: Mit mehr als 120 Studios und unzähligen Stilen ist die Stadt eine Yogahochburg. Wie bloss soll man wissen, ob einen Hatha-, Kundalini-, Ashtanga-, Vinyasa- oder eben doch Yin-Yoga glücklich macht?

Das hat sich auch Caterina Meyrat gefragt und versucht, etwas Übersicht in den Yogadschungel zu bringen. In ihrem Gutscheinbuch «Hallo Yoga», das heute in der zweiten Auflage erscheint, stellt sie ihre 14 Favoriten vor. Alles «Magic Places», wie sie im Vorwort schreibt, architektonische Perlen, Quartierschätze und Stadtoasen. Viele davon wurden erst in den letzten zwei Jahren eröffnet.

Vier der neusten Perlen, die auch im Gutscheinbuch erwähnt sind, stellen wir hier vor. Einige Räume lassen sich übrigens auch mieten – für Workshops, kleinere Anlässe oder Fotoshootings.

Liora Lilienfelds Boutiquestudio ist in einem über 100-jährigen Haus in ­Zürich-Oberstrass untergebracht. Man überblickt von hier aus die ganze Stadt. Riesige Bogenfenster und Säulen lassen erkennen, dass es sich um einen historischen Raum handelt. Nichts lenkt in ­diesem ehemaligen Wintergarten ab, nur die erhabene Aussicht – und das ist durchaus positiv gemeint. Wie auf einem Berg bekommt man die Übersicht ­zurück, die man im Alltag bisweilen zu verlieren droht.

Bewusst zurückhaltende Einrichtung

Im Studio «Yoga am Hottingerplatz», ebenfalls in einem historischen Haus untergebracht, blickt man in einen Garten. Mit den gemusterten Keramikböden im Eingangsbereich oder den Art-déco-Lampen im Kursraum ist dieses Studio ein Traum für Denkmalpfleger und ­Architekturfans.

Aber nicht nur die Lage oder die Geschichte eines Hauses kann das «Yogieren» positiv beeinflussen, auch eine bewusst zurückhaltende Einrichtung könne helfen, «seine eigenen inneren Räume zu besuchen», sagt Isabelle Stüssi. Ihr Studio «Yogisi» ist nur mit dem Nötigsten ausgestattet: Einbauschränke, eine Pflanze, ein paar Kissen, ein kleiner Tisch. Das Studio befindet sich im Werkhof Binz, einem Konglomerat aus Ateliers und Werkstätten. Es wird von einem hellen, heimeligen Riemenboden aus Fichtenholz dominiert.

Eine sieben Meter hohe Decke sowie die Möglichkeit, der Verwandlung eines Yogaladens in ein Yogastudio beizuwohnen, gibt es in der Europaallee. Bei «Lola/Fred» werden für die Yogastunden die Kleiderstangen in die Höhe gezogen, damit während den Lektionen auch ja niemand an Shopping denkt.

«Hallo Yoga», Gutscheinheft, 2. Auflage ab heute erhältlich. Für 69 Franken lassen sich 14 Studios besuchen. www.halloyoga.ch (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 31.10.2017, 18:09 Uhr)

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