Vier Zürcher Start-ups wagen sich in die «Höhle der Löwen»

Schweizer Unternehmer präsentieren in einer neuen Gründershow ihre Produkte. Wir stellen die besten Zürcher Pitchs vor.

Dies sind die Schweizer Investoren (v.l.): Nachhaltigkeitsunternehmer Tobias Reichmuth, Technologieunternehmerin Bettina Hein, Onlinehandel-Experte Roland Brack, Business-Apartment-Pionierin Anja Graf und Verleger Jürg Marquart.

Dies sind die Schweizer Investoren (v.l.): Nachhaltigkeitsunternehmer Tobias Reichmuth, Technologieunternehmerin Bettina Hein, Onlinehandel-Experte Roland Brack, Business-Apartment-Pionierin Anja Graf und Verleger Jürg Marquart. Bild: zVg von TV24

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Seit bald zehn Jahren gehört das Format «Shark Tank» in den USA zu den Quotenrennern. Nun holt der Unterhaltungssender TV24 die Gründershow unter dem Titel «Höhle der Löwen» in die Schweiz. In der Sendung präsentieren Erfinder fünf potenziellen Investoren – «Löwen» eben – ihre Produkte. Ist ein Löwe überzeugt, bietet er Kapital, fachliches Wissen und Kontakte gegen Unternehmensanteile an. Wir haben einen Blick auf die Zürcher Gründer und Erfinder geworfen und stellen die lustigsten Ideen vor:

1. «Chili Feet»

Das Problem ist den Pärchen unter uns wohl nicht gänzlich unbekannt: Man liegt entspannt im Bett, bis sich plötzlich die Füsse des Partners – die sich wie ein Eisklotz anfühlen – an den eigenen Körper schmiegen. So ähnlich muss es auch Roland Brüniger aus Ottenbach ergangen sein, denn es sei seine Frau gewesen, die damals den zündenden Gedanken für «Chili Feet» geliefert habe. Das Endprodukt ist eine selbstwärmende und nachhaltige Schuhsohle, die ohne chemische Reaktion oder Elektronik auskommt. Einen ersten Erfolg konnte Brüniger bereits feiern: Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal stellt dem Produkt ein positives Zeugnis aus. Dies zumindest wird Brünigers Frau aufgestellt haben.

2. «Mitipi»

Ausgerechnet «Kevin» heisst das Gerät, das das Zürcher Start-up «Mitipi» vermarktet. Kevin, der Name, bei dem spätestens seit dieser Hollywood-Komödie von 1990 alle wissen, dass man ihn besser nicht alleine zu Hause lässt. Doch allein zu Hause bleiben, genau das soll dieses digitale Gadget tun. Das Gerät, das einem Lautsprecher ähnelt, simuliert nämlich mit Lichtstimmungen und Klängen den Tagesablauf einer ganzen Familie. So soll das Gerät die perfekte Einbruchsprävention machen. Doch sind wir einmal ehrlich: Keiner Maschine wird es je gelingen, die Gurgelgeräusche identisch wiederzugeben, die mein Vater jeden Morgen im Bad erklingen lässt.

3. «Swiss Bone Broth»

«Bone broth» – also Knochenbrühe – nennen die Amerikaner das Süppchen, das hübschen blonden Protagonistinnen in Doktor-TV-Serien vor die Nase gesetzt wird, wenn wieder einmal eine von ihnen eine Grippe vortäuschen muss. Es erstaunt dann auch nicht, dass der in Bäch registrierte Unternehmer – Rahul Ghosh – in New York das erste Mal mit der Brühe in Berührung gekommen ist. Diese hat ihn so sehr fasziniert, dass er zurück in der Schweiz selbst mit dem Brothen, also dem Brühen, begonnen hat. Herausgekommen ist ein Produkt, das ohne Geschmacksverstärker und Zuckerzusatz auskommt und aus Rinds- und Hühnerknochen aus der Region hergestellt wird. Einziger Nachteil: Die Brühe wird abgekühlt verkauft – in dieser Form sieht sie dann leider eher wie ein brauner Wackelpudding aus.

4. «Kaex»

Noch ein Gesundheitsmittel – dieses Mal jedoch gegen den dröhnenden Kopf nach dem Rausch. Und ein solcher soll es denn auch gewesen sein, der den Gründer des Zürcher Jungunternehmens, Pedro Schmidt, zur Entwicklung seines Produktes getrieben hat. So sei er nach einem Männerwochenende in Köln verkatert aufgewacht, konnte aber in keiner Drogerie ein brauchbares Gegenmittelchen finden. Statt einen Drink aus rohen Eiern zu trinken, entwickelte Schmidt ein Pulver aus natürlichen Substanzen wie Vitamine und Zink, die den Alkoholabbau im Körper beschleunigend unterstützen sollen. Lustige Entwicklung: Das Anti-Kater-Mittel gibt es seit März gar in der alkoholfreien Migros zu kaufen.

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Die wöchentliche Sendung «Höhle der Löwen Schweiz» startet am Dienstag, 21. Mai, ab 20.15 Uhr auf TV24. (saf)

Erstellt: 17.05.2019, 16:14 Uhr

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