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Aus der Zeit gefallen

Das Café Oase schliesst Ende Monat nach 36 Jahren Betriebszeit seine Pforten. Das Interieur ist noch genau wie bei der Eröffnung 1979.

Manchmal sind die scheinbar einfachsten Aufgaben die kompliziertesten. Einen kleinen Abschiedsbrief an das Café Oase an der Kanzleistrasse, gleich gegenüber der Sportbar – das war die Idee. Das Café schliesst Ende Monat nach 36 Jahren Betriebszeit. Interessant auch, weil die Betreiber seit der Eröffnung nichts an der Inneneinrichtung verändert haben. Ich malte mir eine Reise ins Jahr 1979 aus, als gerade der allererste Walkman auf den Markt kam und CDs noch unbekannt waren.

Ein Café, in dem ich zwar noch nie war, das ich aber trotzdem irgendwie kannte, weil ich dann und wann in der Sportbar gleich gegenüber sitze und Ristretto trinke – gebrüht von einem Barista mit Zertifikat. Man blickt dann hinüber und denkt: Kenne ich, finde ich irgendwie lustig. Die schweren Windfänge, die Dunkeltöne, das Einerli, das die Kellnerin den Gästen mit den Worten «Rächt zum Wohl» auf den Tisch stellt. Bei Dutzend anderen Cafés dieser Art ist das so, man ist schliesslich bekannt damit.

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